SOUNDCORE P41i – TEST / ERFAHRUNGSBERICHT

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Bislang habe ich mich sehr schwer getan, Kopfhörer zu testen. Für mich gab es nur Over- oder Arround Ears. Earbuds kamen in meiner Welt nicht vor. Die können ja nichts, die sind unbequem und überhaupt, einfach nur nein.
Daher trage ich privat Kopfhörer aus dem Preisbereich um 200€. Die sind bequem und klingen gut. Da ich jetzt aber die Chance bekam, die neuen P41i zu testen, habe ich mich hinreißen lassen und bin das Wagnis eingegangen.
Ich gebe ehrlich zu, ich habe wenig erwartet und bin schon mit einer klaren Tendenz an die Sache ran gegangen.
Ob sich diese Meinung bestätigt hat oder nicht, könnt Ihr im soundcore P41i Testbericht lesen.
Viel Spaß dabei!

Inhalt soundcore P41i Test:

1. Lieferumfang


In der soundcore typischen weiß-blauen Verpackung erwarten uns ein Quick Start Guide in Papierform (mit QR-Code zur digitalen Version), eine Halterung aus Pappe in der 4 verschiedene Tips, in den Größen XS, S, L und XL sitzen, das Ladecase und im Case natürlich die P41i mit installierten Tips der Größe M.

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2. Technische Daten

2.1 Das Case

soundcore P41i - Front
  • integrierte 3000mAh Powerbank
  • mit Lightning (MFi zertifiziert) oder USB-C
  • USB-C Ladeport
  • Display
  • Smartphone-Halterung
  • 192 Stunden Laufzeit ohne und 160 Stunden Laufzeit mit ANC

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2.2 Die Earbuds

soundcore P41i - Einzeln
  • adaptives ANC
  • Bluetooth 5.3
  • 12 Stunden Laufzeit ohne und 10 Stunden Laufzeit mit ANC
  • IPx5
  • soundcore App
  • Telefonate
  • HearID

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3. Das Case

Hier wird es schon interessant. Im ersten Moment wirkt das Case ungewöhnlich schwer und klobig. Allerdings verbirgt sich neben den Kopfhörern noch eine Powerbank mit einer Kapazität von 3000mAh darin.
Diese sorgt dafür, dass den P41i nicht so schnell der Saft ausgeht. Außerdem könnt Ihr, je nach gewählter Version (Lightning oder USB-C), Eurem Smartphone unterwegs einen Energieschub geben, wenn die Bildschirmzeit mal wieder zu viel war.


Das Ladekabel ist fest links am Case verbaut und bildet eine kleine Trageschlaufe. Auf der Rückseite ist ein USB-C Port, um das Case wieder aufzuladen. Auf der rechten Seite befindet sich die Taste, um die Kopfhörer in den Bluetooth-Kopplungsmodus zu versetzen. Die Oberseite wird vom soundcore-Logo geziert. Die Unterseite ist mit einem rutschhemmendem Gummi überzogen und schließt bündig zum Case. Diese ist aus glattem Kunststoff und fühlt sich sehr gut, auf keinen Fall billig, an.


An der Vorderseite ist ein kleines, gut ablesbares, Display verbaut. Hier wird der Akkustand der Powerbank in Prozent angezeigt. Jeweils rechts und links daneben, passend zur Position des innen liegenden Kopfhörers, werden die Ladestände dieser in Balken zu je 5 Strichen, welche dann je 20% entsprechen, angezeigt.
Wird das Case geladen erscheint ein Ladesymbol in Form eines Blitzes auf dem Display. Unter anderem beim Pairing erscheint ein Blutoothsymbol.


Der Deckel lässt sich durch nach oben Klappen öffnen. Die Kopfhörer liegen, magnetisch gehalten, im Inneren. Beim Öffnen werden die Kopfhörer eingeschalten.
Weiterhin fällt eine kleine, klappbare Halterung auf. Diese klappt nach vorne hoch und kann somit das Case zur Halterung für Euer Smartphone machen. Allerdings nur im Querformat. Hochkant kann dazu führen, dass das Case mit samt dem Smartphone nach hinten kippt.


108g wiegt das Case und 10g kommen nochmal mit den Kopfhörern dazu.
Wer noch ein etwas älteres Iphone besitzt, der kann sich die Variante mit Lightning-Adapter zulegen. Dieser bekommt einen extra Platz im Case, damit er nicht verloren geht.

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4. Die Earbuds

Laut eigener Recherche sind die P41i technisch identisch zu den P40i. Was aber, wenn man sich die Tests und Bewertungen zu diesen anschaut, nichts Schlechtes ist.
Da ich die P40i nicht kenne, gibt es von mir zu den P41i einen Test, weiter unten.
Haptisch sind die P41i weder außergewöhnlich gut noch auffallend schlecht. Das Material fühlt sich gut an und macht einen robusten Eindruck. Mit ihrer IPx5 Zertifizierung kommen wir sicher durch den Regen, sollten aber nicht damit Duschen.
Mit Ihrem schlichten Auftreten sorgen sie in jeder Situation für Understatement. Die mitgelieferten 5 Tipgrößen sollen in jedem Ohr für den richtigen Halt sorgen. Je ein 11mm Titantreiber pro Earbud sollen für ausgezeichneten Klang sorgen. Ein adaptives ANC rundet alles ab und spendiert Ruhe beim Hören.

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5. Die App

Sehr übersichtlich und leicht verständlich stellt sich die soundcore App dar. Hier werden alle Geräte vereint.
Sämtliche Einstellungen werden ausschließlich in der App vorgenommen. Ob nun Firmware-Updates, Sound- und Equalizereinstellungen oder das Programmieren der Kopfhörer. Leicht verständlich erklärt, jeder Zeit geführt und wenn es doch mal klemmt, vom Support unterstützt, bietet die App eine Vielzahl an Möglichkeiten, um sich die P41i, sowohl im Klang, als auch in der Bedienung, sehr viel zu Individualisieren.
Dabei kommen nur wenige Untermenüs, in denen man sich verlaufen könnte, zum Einsatz.

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6. Musik ab

Da ich andere Anker-Produkte kenne, erwarte ich eine leichte Einrichtung. Also Anleitung auf Seite und ab dafür.
Der erste Weg führt in den App-Store. Hier lade ich mir Dir die soundcore App runter und installiere sie. Zum Einloggen erstelle ich mir entweder ein neues Konto, oder logge mich mit meinem vorhandenen Konto ein.
ACHTUNG: Wer z.b. schon einen Speicher von Anker SOLIX besitzt und somit schon ein Konto hat, kann sich mit diesen Daten in der soundcore-App einloggen.

Freigabe für Bluetooth erteilt und ab zu den Kopfhörern.
Case aufklappen, die Kopfhörer springen an und gehen direkt in den Kopplungsmodus. Die Kopfhörer werden gefunden, identifiziert und in der App eingebunden. Als nächstes wird nach einem Firmware-Update gesucht, ggfs. runter geladen und installiert.

Jetzt kann man die Kopfhörer einsetzen. Dabei gilt es herauszufinden, welcher Tip für einen die richtige Größe hat. Installiert sind Gr. M. Die passen vom Gefühl her auch am besten für meine Ohren. Wenn sie nicht passen, dann lassen sie sich sehr einfach wechseln.
Als nächstes gehe ich zu Amazon Music und starte meine Playlist, die ich mir extra zum Testen erstellt habe.
Und höre da, die Musik spielt!
Vom Auspacken bis zum ersten Lied sind ganz entspannte 10 Minuten vergangen. Genau so habe ich mir das vorgestellt und auch erwartet.

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7. Der Sitz

soundcore P41i - 04 Lifestyle 01

Um die richtige Größe der Tips zu finden hilft einem die App. Dafür setzt man die Kopfhörer ein, startet die App, tippt oben rechts auf das Zahnrad und öffnet direkt den ersten Punkt „Test der Passform“.
Die Buds werden einzeln angezeigt und erfasst. In möglichst ruhiger Umgebung und ohne sich viel zu bewegen startet man den Test. Das Ergebnis zeigt einem, wie gut die Isolation ist und ob man den Sitz oder Tip korrigieren muss.

Wobei dies natürlich sehr subjektiv ist. Mir wurde öfter angezeigt, dass ein Bud nicht richtig sitzt, obwohl sich für mich, sowohl der Klang, als auch der Sitz, gut angefühlt haben.
Die App versucht das Optimum herauszufinden. Wenn man ein wenig auf Sein Tragegefühl vertraut, ist das Ergebnis ein sehr guter Mittelweg.
Sitzen die P41i ein mal richtig, fühlt sich das sehr gut an und drückt auch nicht. Leider lösen sie sich, zumindest bei mir, immer wieder ein wenig. Ich habe zwar nie einen Bud verloren, aber ich habe es auch nicht drauf angelegt.
Ich würde es auf die Tips schieben. Die sind sehr rutschig und bieten deshalb keinen dauerhaft guten Halt.
Was man da machen kann, erfahrt Ihr unter dem Punkt Tipps & Tricks.

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8. Der Klang

soundcore P41i - 05 Technik 01

Von Haus sind die P41i sehr basslastig. Dies liegt aber auch am Standard Soundeffekt „Bass Booster“. Diesem machen die Buds alle Ehre!


Hier sind die Bässe absolut im Vordergrund. Das führt allerdings dazu, dass bei weniger basslastigen Musikrichtungen gerade die Höhen sehr schnell kratzig klingen und die Mitten ein wenig untergehen. Außerdem geht das Gefühl der Räumlichkeit verloren, da alles sehr direkt und nah klingt. Besonders merkt man das bei Live-Aufnahmen. Die fühlen sich leider überhaupt nicht live an.
Da schafft aber die App Abhilfe. Mit einem Tipp auf „Soundeffekte“ bekommen wir die Möglichkeit, Änderungen am Klang vorzunehmen. Wer möchte, kann aus 22 vordefinierten EQ-Einstellungen frei wählen. Hier sollte sich für so gut wie jedes Genre etwas finden lassen.

Wer noch mehr selbst anpassen möchte, der kann den Klang über einen 8-Band EQ einstellen. Dieser beginnt bei 100kHz und verdoppelt sich bis hoch zu 12.800kHz. Damit ließe sich für jede Musikrichtung ein eigenes Profil hinterlegen. Dies würde ich aber tatsächlich nur ganz soundaffinen Menschen empfehlen.

Kommen wir jetzt aber zu meinem absoluten Game-Changer:

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9. HearID-Klang

Diese Option war mir komplett fremd und ich hatte die auch nicht wirklich auf dem Schirm. Die habe ich nur durch Zufall wahrgenommen und leicht genervt festgestellt: „Haste vergessen zu testen, machste mal noch…“.
Kurz zur Erklärung, für die, die HearID noch nicht kennen. Dabei wird das Hörvermögen analysiert und die Frequenzen, die schlechter gehört werden angehoben. Alle Frequenzen, die man besser hört, wandern ein wenig in den Hintergrund.
Man setzt die Buds ein und geht über den Punkt „Soundeffekte“ zur Option „HearID-Klang“. Als erstes werden einem verschiedene Frequenzbereiche vorgespielt. Man muss die Skala so einstellen, dass man die Frequenz gerade noch hört.
Hört man die Frequenz nicht mehr, was gerade im Alter bei hohen Frequenzen der Fall ist, zieht man den Regler voll hoch.

Danach wird einem ein Loop von einem kurzen Song vorgespielt. Man muss mehrfach zwischen 2 verschiedenen Klangvarianten wählen. Dabei kann man sich für eine Variante entscheiden oder sagen, dass man keinen Unterschied wahrnimmt.
Dies alles macht man am besten in einer ruhigen Umgebung und mit ein wenig Geduld. Das alles dauert nicht lang, aber umso ernster man es nimmt, desto besser ist das Ergebnis.
Ich weiß vom Ohrenarzt, das bei mir die hohen Frequenzen schon weg sind. Was im Alltag für mehr Ruhe sorgt, macht die Musik vom Klang her schlechter.


Mein Test war fertig, ab zur Playlist. Das erste Lied, Adam Lambert – Ghost Town. Dieses lebt einfach von seinen Bässen. Klang irgendwie komisch, weniger Bässe, aber sonst, anders würde ich sagen. Naja, wir lassen uns mal nicht gleich entmutigen und machen weiter.
Nummer 2, Alicia Keys – Empire State Of Mind (Live). Unfassbar!
So gut habe ich Musik seit Jahren nicht mehr wahrgenommen! Ja, es hört sich definitiv anders an. Das liegt aber einfach daran, dass der Klang gegen das gewohnte Klangbild geht und auf die persönlichen Schwachpunkte optimiert ist.
Der Sound ist klar und verständlich. Ich kann den Text wieder verstehen. Auch ist dieses Gefühl der Nähe nicht mehr ganz so ausgeprägt. Es entsteht wieder ein Effekt von Live. Wobei das natürlich von der jeweiligen Aufnahme abhängig ist.
Bei Guns’N’Roses oder Nightwish kommt das noch mehr zur Geltung. Aber auch Studioaufnahmen, Johnny Cash – Hurt, wirken wieder ganz anders. Man hat akustisch einen Abstand, der es einem ermöglicht, wieder viel mehr wahrzunehmen und musikalisch ein größeres Ganzes zu hören.
Mit dieser Funktion wird alles andere hinfällig. Das Hören wird so dermaßen aufgewertet, dass man keine anderen Einstellungen mehr benötigt.
Wenn Ihr selber diese oder andere soundcore Kopfhörer besitzt, die HearID unterstützen, dann macht den Test. Ich hänge Euch unten meine Playlist an. Hört es auch mit Eurem gewohnten Soundprofil und dann dem gemessenen Soundprofil an. Ein Unterschied wie Tag und Nacht!

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10. Das ANC

Das verbaute Active Noise Canceling (ANC) kann über 6 Mikrofone einen gut Job machen. Es reicht bei Weitem nicht aus, um in einem Büro, auch ohne Musik, für absolute Stille zu sorgen. Das kann in dem Preisbereich aber auch nicht der Anspruch sein.
Ein Unterschied zwischen ANC an und aus ist deutlich hörbar. Getestet im Bus, bei 50% Lautstärke der Musik, ANC aus konnte ich die Ansagen gut hören, ANC aktiv war Ruhe.

Es gibt verschiedene ANC-Modi (Manuell, Adaptiv, Multi-Szenario). Manuell erklärt sich von selbst, hier wähle ich die Stärke selber aus, in einem Bereich von 1 bis 5.

Adaptiv kann in Schwach, Mittel oder Stark eingestellt werden. Dabei wird je nach Einstellung automatisch reagiert. Dies soll dann noch angepasst an den Gehörgang geschehen, wenn man alles Tests und Messungen gemacht hat.


Bei Multi-Szenario wählen wir zwischen Straßenverkehr, Draußen und Drinnen. Je nachdem werden die Voreinstellungen für die Funktion des ANC’s getroffen.
Ich hatte im Szenario meisten Drinnen oder Straßenverkehr ausgewählt. Hat wunderbar funktioniert. Ich möchte die Umgebung ausblenden. Ob das adaptiv oder fest geschieht, spielt für mich dabei keine Rolle.
Zusätzlich gibt es noch eine separate Unterdrückung für Windgeräusche. Dazu kann ich leider nichts sagen, aus dem einfachen Grund: aktuell ist es nicht windig. Da es aber nicht mehr lange dauert und dann der Herbst vor der Tür steht, werde ich dazu noch etwas nachreichen.

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11. Die Laufzeit

Bei voller Lautstärke und festem ANC verliert man pro Stunde ca. 10% Energie aus den Akkus. Die Akkustände lassen sich in der App und am Case (wenn die Buds eingelegt sind) auf den Balken ablesen. Das gefällt mir nicht ganz so gut. Ich mag es lieber, wenn ich einen klaren Prozentwert angezeigt bekomme.
Dies wird auf vielen Android-Geräten über die Bluetooth-Einstellungen oder direkt im Tray angezeigt. Allerdings kann das von Gerät zu Gerät variieren.


Der Akkustand vom Case wird am Case selbst in % und in der App als Balken angezeigt. Bei vollen Buds und vollem Case sollen bis zu 192 Stunden ohne und immerhin noch bis zu 160 Stunden mit ANC möglich sein.
Das würde laut meiner Erfahrung für 15 mal Nachladen reichen. Damit kommt man sehr lange aus! Die integrierte Schnellladeoption soll in 10 Minuten für bis zu 5 Stunden Musikhören sorgen. Das Case selbst lädt in einer guten Stunde auf, je nach Ladegerät. Die Ausgangsleistung wird mit bis zu 10W angegeben. Damit können von den 3000mAh maximal 2700mAh in ein externes Gerät geladen werden.


Die restlichen 10% werden nicht entladen, um Reserve für die Kopfhörer aufzuheben. Finde ich sehr gut!
Mein Smartphone-Akku hat eine Kapazität von 5000mAh. Somit kann ich bei vollem Case ca. 54% nachladen. Das reicht im Notfall dicke aus, um jemanden anzurufen. Gerade im Alltag spart man sich so die extra Powerbank. Das spart Gewicht und kostet nicht extra Platz in den Taschen. Das integrierte Kabel sorgt dafür, dass man das Ladekabel nie mehr vergisst, ist aber auch die Schwachstelle. Wenn das mal kaputt gehen sollte, dann kann leider nicht mehr entladen werden. Und sowie ich das sehe, kann das mal nicht so eben ausgetauscht werden.

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12. Die Steuerung

Die Buds lassen sich via Touch steuern und bedienen. Dazu kann man sie Antippen oder getippt halten. Pro Seite lassen sich bis zu 4 vordefinierte Aktionen speichern.

1,2,3 mal AntippenGetippt halten
VorVor
ZurückZurück
LauterLauter
LeiserLeiser
Wiedergabe/PauseWiedergabe/Pause
NichtsNichts
Sprachassistent
Umgebungsgeräusche
ANC an
Normal
Transparent-Modus

Dies ist individuell, je Seite, einstellbar. Ein Mal tippen bzw. halten klappt mühelos. Bei 2 oder 3 Mal tippen muss man sich erst ein wenig an die richtige Tippfrequenz gewöhnen. Das geht aber schnell. Und wenn man sich dann auch noch gemerkt hat, was man wie programmiert hat, dann klappt die Bedienung zuverlässig.

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13. Telefonieren

Ja, das klappt grundsätzlich. Wobei ich die Touchsteuerung dabei hinderlich finde. Sitzen die Buds mal wieder nicht richtig und ich muss nachjustieren, kann es passieren, dass man aus versehen auflegt.
Der Klang in den Buds ist gut, ich verstehe mein Gegenüber ohne Probleme. Die Qualität des Gesprächs auf der Gegenseite schwankt aber sehr stark. Dies scheint davon abhängig zu sein, ob der andere direkt am Telefon ist oder z.b. über eine Freisprecheinrichtung im Auto telefoniert. Für letzteres reichen die P41i gerade so aus. Man muss sich sehr stark konzentrieren und gut hinhören, um alles zu verstehen.
Und nein, es lag nicht an der Freisprecheinrichtung. Ohne die Buds war die Qualität wieder top. Ist der andere aber direkt am Telefon, dann klappt das deutlich besser.

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14. Und sonst noch?

Nützlich finde ich die Möglichkeit die Buds zu suchen. Dabei kann ich beide einzeln suchen. Solange die Buds in Reichweite sind, lässt sich ein Piepton abspielen.

Zusätzlich kann man sich ein Widget auf Seinem Smartphone anlegen, das dann zu Steuerung der Geräuschunterdrückung dient.

Für ein immersives Film- oder Gamingerlebnis gibt es einen passenden Modus. Kann man durchaus mal machen, mehr dazu aber im Fazit.

Und für die Leute, die gerne Ihr Gehör schützen möchten, kann man sich noch eine sichere Lautstärke definieren. Dazu kann man sich einen dB-Grenzwert setzen und diesen dann entweder alle 10 Sekunden, 1 mal pro Minute oder in Echtzeit überwachen und ggfs. anpassen lassen.
In den Optionen kann ich noch den Tastton ausschalten, den Hinweiston bei niedrigem Akkustand ausschalten oder die automatische Abschaltung einstellen. Damit ist gemeint, wie lange die Kopfhörer noch an sind, wenn sie mit keinem Bluetooth verbunden sind. Die geschieht standardmäßig nach 30 Minuten. Außerdem stehen noch 10, 20, 60 Minuten oder nie ausschalten zur Wahl.
Ich kann den Gerätenamen ändern, die Seriennummer einsehen und nach einem Firmware-Update suchen.

Eine noch sehr nützliche Option ist die Verwaltung der dualen Verbindungen. Die Kopfhörer unterstützen Multi-Connect und können mit mehreren Geräten parallel gekoppelt werden. Abspielen können sie immer nur von einem Gerät, aber frei hin und her wechseln. In dem Menü kann man sich anschauen, mit welchen Geräten man aktuell verbunden ist, welche Geräte noch zur Verfügung stehen und die Verbindungen auch einzeln abschalten.
Das ist dann nützlich, wenn man ein ungewolltes Hin und Herspringen zwischen den Geräten vermeiden will.

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15. Preise & Verfügbarkeit

Die P41i sind sofort für eine UVP mit 79,99€ in der USB-C und 89,99€ in der Lightning Version bei soundcore* direkt oder auf Amazon* verfügbar.

Es gibt sie in Schwarz und Weiß.

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16. Tipps & Tricks

Um den Sitz und den Halt zu verbessern kann man sich andere Tips im Internet bestellen. Hier macht es aber durchaus Sinn, die Größe zu kennen. In den meisten Fällen bestellt man sich direkt nur die eine passende Größe. Durch diese zusätzliche Investition kann man die P41i deutlich aufwerten. Wer keine Probleme mit Sitz oder Halt hat, muss das natürlich nicht machen.
Der Königsweg wäre der Gang zum Hörgeräteakustiker. Dieser kann einen Ohrabdruck erstellen und damit eine individuelle Otoplasitk für jedes Ohr erstellen.
Das ist zwar ein recht teures Unterfangen, ab ca. 150€/Ohr, bietet aber den besten Sitz und Klang. Wer Seinen Kopfhörer lange und viel nutzen möchte, für den könnte das eine lohnende Investition sein.
Es kann zu Problemen kommen, wenn man die Buds zum Filme schauen nutzen möchte. Am Smartphone ist mir nichts aufgefallen, aber am Laptop. Ton und Bild sind nicht synchron.
Um das zu beheben reicht im Normalfall ein Gang in den Geräte-Manager (Windows) und das Deaktivieren der Hand-Free-Option. Die Mikros der Kopfhörer sind standardmäßig mit aktiv und führen zu erhöhten Latenzen. Dies lässt sich damit vermeiden.

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17. Fazit

Wie am Anfang schon erwähnt, Sound ist individuell und etwas ganz Subjektives. Was sich für mich gut anhört, müssen andere noch lange nicht gut finden.
Aber grundsätzlich lässt sich sagen, die soundcore P41i sind eine solide Wahl im mittleren Preissegment.
Der Klang ist sehr basslastig, kann aber durch verschiedene Optionen angepasst werden. Die Verarbeitung ist gut, die Bedienung einfach und intuitiv.
Die Bluetooth-Verbindung war durchweg stabil. Deren Reichweite ist natürlich von der Umgebung abhängig. Im Haus, durch ein paar Wände, sind 7m – 8m möglich. Bei freier Bahn natürlich deutlich mehr. Allerdings lasse ich nur selten und äußerst ungern so viel Platz zwischen mir und meinem Smartphone, abgesehen von zu Hause. 😉
Mit HearID steigert man den Klang noch mal auf ein ganz neues Level.


Halt und Sitz können mich leider nicht auf ganzer Linie überzeugen. Deshalb und auch in Verbindung mit einem soliden ANC der Preisklasse entsprechend, muss man sich klar sein, wo und wie man die P41i nutzen möchte.
Ich sehe sie auf Reisen; im Zug, Flugzeug etc… In der Freizeit, nicht gerade beim Sport. Wenn man auf dem Smartphone einen Film schaut oder etwas Daddelt. Dann auch mit den immersiven Sound-Modi. Im Alltag, wenn ich mich von A nach B bewege.
Die im Ladecase integrierte Powerbank finde ich sehr clever. Das würde ich mir für die Zukunft tatsächlich deutlich öfter wünschen. Bei den hochpreisigen Modellen gerne mit der Option, das Ladekabel tauschen zu können.


Probleme hätte ich im Büro, da der nicht ideale Sitz an der Konzentration nagt. Überall, wo ich Ruhe möchte, aber keine Musik dabei hören will. Dafür ist das ANC einfach nicht gemacht. Beim Entspannen, weil der Tragekomfort dafür nicht ausreicht. Beim Filme schauen oder Zocken auf großen Bildschirmen bzw. zu Hause. Auch da bevorzuge ich mehr Komfort.
Was den Preis anbelangt, hatte ich am Anfang den Eindruck, dass die UVP zu hoch ist. Allerdings habe ich beim Schreiben nochmal festgestellt, was man denn eigentlich alles bekommt. Auch die Punkte, die ich als „negativ“ erachte, sind alles Sachen, mit denen man sich arrangieren kann. Natürlich kommt es auf den Einsatzzweck an. Aber grundsätzlich ist die UVP vollkommen in Ordnung. Und sobald die P41i im Angebot sind, und sei es auch nur für 10€ weniger, macht man schon ein Schnäppchen.

ProContra
guter bis sehr guter Klang für PreisklasseSitz und Halt (bei mir) nicht gut
HearID steigert das Hörerlebnis um WeltenLadekabel für Smartphone integriert, bei Defekt nicht tauschbar
sehr lange Laufzeit durch Powerbank-Funktionnicht überall sinnvoll nutzbar
gute Verarbeitung
umfangreiche Optionen in der App
sehr einfache und intuitive Bedienung
Powerbank mit integriertem Ladekabel, auch für Apple erhältlich
5 Tipgrößen im Lieferumfang enthalten

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18. Community

Was haltet Ihr von den P41i? Wäre die integrierte Powerbank für Euch ein Kaufgrund? Würdet Ihr Euch dieses Feature generell bei mehr Kopfhörern wünschen?
Lasst uns drüber reden. In unserem Forum findet Ihr Hilfe bei Problemen aller Art zu allen Anker-Produkten.
Und auch wenn Ihr keine Probleme habt, kommt gerne vorbei und erzählt uns von Euren Erfahrungen.
Wir freuen uns immer, wenn wir neue Mitglieder begrüßen dürfen!

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19. Playlist

Wie versprochen, hier noch meine Playlist zum Testen:

01. Adam Lambert – Ghost Town
02. Alicia Keys – Empire State Of Mind (Live)
03. Janis Joplin – Me And Bobby McGee
04. Guns’N’Roses – Knockin On Heaven’s Door (Live Wembley ’92)
05. Hans Zimmer /J. Newton Howard – The Dark Knight (Live The Masterpiece Experience – YouTube Only)
06. Nightwish – Ghost Love Score (Live @Wacken 2013)
07. Johnny Cash – Hurt
08. Alter Bridge – Metalingus
09. Lacrimosa – Lichtgestalt
10. Tina Guo – Wonder Woman Main Theme
11. Lynyrd Skynyrd – Simple Man
12. Ummet Ozcan – My Beat Goes
13. Gustavo Bravetti – Babel
14. Ava Low – Shaking Hands
15. Lindsey Stirling – Crystallize
16. Metallica – Master Of Puppets
17. Meiko Kaji – 修羅の花 (Shura no Hana – The Flower Of Carnage)
18. Wu-Tang Clan – Method Man
19. Delinquent Habits Feat. Melinda – How It Started
20. Nicky Jam – Estrella

Habt Ihr eine spezielle Playlist, um Eure Kopfhörer zu testen? Lasst es mich gerne in den Kommentaren oder im Forum wissen.

Und jetzt wünsche ich Euch ganz viel Spaß beim Musikhören!

Liebe Grüße David! 🙂

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soundcore P41i Test 89 EUR
  • 8/10
    Gesamtwertung - 8/10
8/10

Zusammenfassung soundcore P41i Test

Aber grundsätzlich lässt sich sagen, die soundcore P41i sind eine solide Wahl im mittleren Preissegment.
Der Klang ist sehr basslastig, kann aber durch verschiedene Optionen angepasst werden. Die Verarbeitung ist gut, die Bedienung einfach und intuitiv.

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