Anker SOLIX präsentiert Solarbank Max mit bis zu 10 kWp Solareingang
Auf der IFA 2026 zeigt Anker SOLIX eine Neuheit, die für viele Besitzer von Photovoltaikanlagen interessant sein dürfte. Mit der Solarbank Max präsentiert das Unternehmen einen Energiespeicher, der die einfache Installation eines Balkonkraftwerks mit der Leistung eines klassischen Heimspeichers kombinieren soll.
Der Clou dabei: Laut Anker handelt es sich um den weltweit ersten Plug-in-Heimspeicher, der Solaranlagen mit bis zu 10 kWp Eingangsleistung unterstützt. Damit geht das System deutlich über das hinaus, was man bisher von typischen Balkonspeichern kennt.
Mehr Speicher für mehr Energieunabhängigkeit
Bereits in der Grundausstattung bietet die Solarbank Max eine Speicherkapazität von 7 kWh. Wer mehr Reserven benötigt, kann das System schrittweise ausbauen. Mit bis zu fünf Erweiterungsmodulen wächst die Gesamtkapazität auf beachtliche 42 kWh an.
Interessant ist dabei vor allem die Zielgruppe: Anker richtet sich nicht nur an Nutzer von Balkonkraftwerken, sondern auch an Hausbesitzer, die bisher vor der oft aufwendigen Installation eines klassischen Heimspeichers zurückgeschreckt sind.

Platz für bis zu 20 Solarmodule
Während viele Plug-in-Lösungen eher für kleinere PV-Anlagen ausgelegt sind, spielt die Solarbank Max in einer anderen Liga. Über drei MPPT-Tracker lassen sich Anlagen mit bis zu 20 Solarmodulen und einer Gesamtleistung von 10 kWp anschließen. Damit positioniert sich das System irgendwo zwischen DIY-Lösung und vollwertigem Energiemanagementsystem für das Eigenheim.
Genug Leistung für Wärmepumpe und Wallbox
Auch bei der Leistungsabgabe hat Anker nicht gespart. Je nach Installationsart stehen bis zu 3.500 Watt beziehungsweise sogar 4.600 Watt AC-Ausgangsleistung zur Verfügung.
Das bedeutet in der Praxis: Nicht nur Haushaltsgeräte, sondern auch größere Stromverbraucher wie Wärmepumpen oder Wallboxen für Elektroautos können direkt von der gespeicherten Solarenergie profitieren. Genau hier zeigt sich der Unterschied zu vielen kleineren Speichersystemen, die oft nur einen Teil des Haushaltsversorgens können.
Stromausfall? Die Solarbank Max soll weitermachen
Ein weiteres Highlight ist die integrierte Notstromfunktion. Die Solarbank Max verfügt über einen netzunabhängigen Wechselstromanschluss mit 3.680 Watt Leistung und einer integrierten USV-Funktion.
Bei einem Stromausfall erfolgt die Umschaltung laut Hersteller ohne Unterbrechung. In Kombination mit dem optionalen Anker SOLIX Backup Auto Switch lässt sich sogar eine Notstromversorgung für das komplette Haus realisieren. Kühlschrank, Router oder andere wichtige Geräte sollen dadurch auch bei einem Netzausfall weiterlaufen.
KI übernimmt das Energiemanagement
Natürlich darf 2026 auch das Buzzword „KI“ nicht fehlen. Bei Anker heißt das intelligente Energiemanagement PowerOS, gesteuert über den Assistenten Anka.
Das System analysiert Wettervorhersagen, Stromtarife und das Verbrauchsverhalten im Haushalt. Anschließend entscheidet die Software automatisch, wann Energie gespeichert, genutzt oder bei günstigen Strompreisen aus dem Netz geladen werden sollte.
Spannend ist außerdem die Integration von Daten von mehr als 870 Stromanbietern. Dadurch kann die Solarbank Max dynamische Stromtarife berücksichtigen und selbst dann noch Einsparpotenzial bieten, wenn die Sonne im Winter eher selten vorbeischaut.
Home Assistant, lokale Datenverarbeitung, Langlebigkeit
Für Smart-Home-Fans dürfte die vollständige Integration in Home Assistant interessant sein. Gleichzeitig betont Anker, dass die Haushaltsdaten lokal verarbeitet werden. Viele Automatisierungen funktionieren somit auch ohne permanente Cloud-Anbindung.
Im Inneren arbeitet die von Anker entwickelte InfiniPower-Technologie. Zum Einsatz kommen langlebige LFP-Batteriezellen, die laut Hersteller für bis zu 10.000 Ladezyklen ausgelegt sind. Dazu verspricht Anker eine Lebensdauer von bis zu 15 Jahren sowie 10 Jahre Garantie.
Dank Schutzklasse IP66 soll der Speicher außerdem Wind, Regen, Staub und Temperaturen zwischen -20 und +55 Grad Celsius problemlos verkraften.
Erste Einschätzung
Sollten die versprochenen Leistungsdaten und die einfache Installation in der Praxis überzeugen, könnte die Solarbank Max zu den spannendsten Solar-Neuheiten der IFA 2026 gehören. Gerade die Kombination aus hoher PV-Unterstützung, Notstromfunktion und KI-gestütztem Energiemanagement macht das System auf dem Papier zu einem echten Hingucker. Allerdings wird die Notstromfunktion bislang wohl nur für den niederländischen Markt vollumfänglich unterstützt. Schade, aber noch wollen wir die Hoffnung ja nicht ganz aufgeben, dass sich auch die deutschen Regularien zukünftig mal in Richtung nachhaltige, private Solarenergie-Erzeugung orientieren und man nicht nur Steine in den Weg legt bei diesem wichtigen Schritt für eine klimaneutralere Zukunft.
Anker SOLIX S2000: Kompakte Powerstation für Zuhause und unterwegs
Neben der leistungsstarken Solarbank Max hatte Anker SOLIX auf der IFA 2026 noch eine weitere Neuheit im Gepäck. Mit der SOLIX S2000 erweitert der Hersteller sein Angebot an tragbaren Powerstations und richtet sich dabei an Nutzer, die sowohl für Stromausfälle zu Hause als auch für Camping, Vanlife oder Wochenendtrips gerüstet sein möchten.
Im Mittelpunkt steht dabei weniger eine möglichst große Batterie, sondern vor allem die effiziente Nutzung der vorhandenen Kapazität. Die S2000 bietet 2 kWh Speicherkapazität sowie 1.500 Watt Dauerleistung und bis zu 3.000 Watt Spitzenleistung. Laut Anker soll sie dadurch wichtige Haushaltsgeräte im Notfall bis zu 24 Stunden mit Energie versorgen können.
Fokus auf Effizienz statt größerer Akkus
Besonders stolz ist Anker auf die neue OptiSave™-Technologie. Dahinter verbirgt sich ein optimiertes Energiemanagement, das den Eigenverbrauch der Powerstation deutlich reduzieren soll. Während viele Geräte auch im Bereitschaftsbetrieb kontinuierlich Energie verbrauchen, benötigt die S2000 bei aktiviertem AC-Ausgang lediglich 10 Watt und im Leerlauf sogar nur 2 Watt.
Gerade bei der Notstromversorgung von Geräten wie Kühlschränken, Routern oder Beleuchtung macht sich dieser Vorteil bemerkbar, da solche Verbraucher oft nur zeitweise Leistung abrufen. Dadurch bleibt mehr der gespeicherten Energie tatsächlich für die angeschlossenen Geräte verfügbar.

Kompakt genug für Camper und Gartenhaus
Mit ihren Abmessungen von 208 × 282 × 323 Millimetern und einem Gewicht von 16,2 Kilogramm bleibt die S2000 vergleichsweise kompakt. Das vertikale Design spart Platz und macht die Powerstation interessant für Wohnmobile, Campingfahrzeuge oder das Gartenhaus.
Dank acht Anschlüssen können mehrere Geräte gleichzeitig betrieben werden. Positiv fällt außerdem die geringe Geräuschentwicklung auf: Bei Lasten unter 600 Watt arbeitet die S2000 mit rund 30 Dezibel und bleibt damit angenehm leise.
Langlebige LFP-Batterie und flexible Lademöglichkeiten
Wie viele aktuelle Energiespeicher setzt auch die S2000 auf langlebige Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP). Die Batterie ist laut Hersteller für bis zu 6.000 Ladezyklen ausgelegt und soll eine Nutzungsdauer von bis zu 15 Jahren ermöglichen. Zusätzlich gewährt Anker fünf Jahre Garantie.
Beim Aufladen zeigt sich die Powerstation vielseitig. Insgesamt stehen sechs verschiedene Ladewege zur Verfügung, darunter die klassische Steckdose, Solarmodule, Fahrzeuganschlüsse oder Generatoren. Über das Stromnetz sind Ladeleistungen von bis zu 1.600 Watt möglich, per Solarenergie können bis zu 400 Watt eingespeist werden.
Für die wichtigsten Geräte im Ernstfall
Die SOLIX S2000 ist nicht dafür gedacht, stromhungrige Geräte wie Heizlüfter oder große Klimaanlagen dauerhaft zu betreiben. Stattdessen konzentriert sie sich auf das, was bei Stromausfällen wirklich zählt: Kühlschrank, Router, Laptop, Fernseher oder medizinische Geräte wie ein CPAP-System.
Für empfindliche Elektronik bietet sie zudem eine integrierte USV-Funktion mit einer Umschaltzeit von unter 10 Millisekunden. Dadurch bleiben beispielsweise Router oder Computer auch bei einem plötzlichen Stromausfall weiter in Betrieb.
Preis und Verfügbarkeit
Die Anker SOLIX S2000 kann ab dem 4. September 2026 vorbestellt werden. Zum Marktstart ruft Anker einen Einführungspreis von 699,99 Euro auf.
Erste Einschätzung
Während die Solarbank Max klar auf Hausbesitzer mit eigener PV-Anlage abzielt, spricht die neue S2000 eine andere Zielgruppe an. Wer eine zuverlässige Notstromlösung für einzelne Geräte Zuhause sucht oder regelmäßig unterwegs ist, bekommt eine kompakte Powerstation mit Fokus auf Effizienz, langer Laufzeit und flexiblen Einsatzmöglichkeiten. Gerade die Kombination aus niedrigem Eigenverbrauch, leisem Betrieb und langlebiger LFP-Technik macht die S2000 zu einer interessanten Ergänzung des Anker-Portfolios auf der IFA 2026.
Für mich tatsächlich auch eine ideale Ergänzung für mein Gartenhaus ohne Stromanschluss. Und vielleicht dann mit direkter Stromversorgung über ein mobiles Solarpanel. Mal sehen wie sich das in einem Alltagstest demnächst bei mir schlagen wird.
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Gab es Informationen zu der Home-Assistant-Integration in Bezug auf die S2000? Leider hat die C1000 und C2000 Gen 2 diesen Support (Modbus) nicht erhalten.
In den Einstellungen der S2000 kann ich leider keinen Menüpunkt für die Drittanbietersteuerung – also Modbus TCP oder RTU – finden. Ich werde mir das im Test aber anschauen. Tatsächlich nutze ich beim Home Assistant eh die inoffizielle SOLIX Integration, um mein komplettes PowerDock System zu sehen.
Die Solarbank Max würde ich gerne an meinen vierten Port ans Power Dock hängen. Laut Anker Webseite: Solarbank Max wird voraussichtlich ab Ende 2026 die Kombination mit dem Power Dock unterstützen.
Überlege daher echt ob ich sie mir vorbestelle. Für mich wäre sie solange sie nicht das Power Dock unterstützt uninteressant um nicht zu sagen nutzlos. Aber man nimmt ja immer gerne den Vorbesteller Rabatt mit.