Ich hatte bisher mit Saugrobotern eigentlich überhaupt nichts am Hut. Ich habe noch nie einen solchen Roboter besessen und mich auch nie wirklich mit dem Thema beschäftigt.
Einmal habe ich bei Bekannten einen günstigen Saugroboter gesehen. Was ich dort gesehen habe, war für mich eher abschreckend als überzeugend. Das war jetzt nicht unbedingt das Gerät, bei dem ich gedacht hätte: „So etwas möchte ich auch haben.“
Und dann kam der eufy Omni C28.
Inzwischen habe ich mich ein wenig mit dem ganzen Thema beschäftigt und dabei vor allem eines festgestellt: Man muss sich mit dem Thema gar nicht erst ausgiebig beschäftigen. Zumindest dann nicht, wenn das Gerät so einfach und intuitiv funktioniert wie der C28.
Ich hatte tatsächlich immer die Vorstellung, dass solche Geräte am Ende mehr Arbeit machen, als wenn ich einfach selbst zum Staubsauger greife und den Boden wische.
Genau das hat sich nicht bestätigt. Zum Glück!
Ein weiterer Test wird sich noch anschließen, da die wirklichen Verschmutzungen im Herbst und Winter kommen. Wenn wir alle mit nassen Schuhen ins Haus kommen, dann kann der C28 sicher noch besser zeigen, was er kann und wo vielleicht Grenzen sind.
Lieferumfang und technische Daten
Der eufy Omni C28 kommt zusammen mit seiner Station, die einen großen Teil der Arbeit übernimmt. Dazu gehören unter anderem die automatische Staubentleerung sowie die Reinigung, Befeuchtung und Trocknung der Wischwalze.
Eine Putzmittelprobe liegt dem Gerät allerdings nicht bei. Das finde ich ein bisschen schade.
Technische Daten:
- 15.000 Pa Saugleistung
- HydroJet-Wischwalze
- Wischwalze mit 270 U/min
- 1 kg Anpressdruck
- DuoSpiral-Hauptbürste mit automatischer Haarentwirrung
- iPath 2.0 Navigation
- Laser-/LDS-Navigation
- Hinderniserkennung
- Teppicherkennung
- Saugen und Wischen gleichzeitig möglich
- einstellbare Wassermenge
- Reinigung von Schwellen bis 2 cm
- 5.200 mAh Akku
- Frischwassertank der Station: 2,2 Liter
- Schmutzwassertank der Station: 2,2 Liter
- Staubbeutel: 2,5 Liter
- automatische Staubentleerung
- automatische Reinigung der Wischwalze
- automatische Befüllung mit Frischwasser
- automatische Aufnahme des Schmutzwassers
- Heißlufttrocknung der Wischwalze
- Roboter: ca. 32,7 × 35 × 11,1 cm
- Gewicht des Roboters: ca. 5 kg
- Station: ca. 35,3 × 43,7 × 43 cm
Bei der angegebenen Laufzeit sollte man allerdings genau hinschauen. Je nachdem, welche Funktionen und Einstellungen verwendet werden, sinkt die Laufzeit teilweise deutlich. Eine einzelne Zahl als „die Laufzeit“ würde deshalb meiner Meinung nach ein falsches Bild vermitteln.
Der erste Eindruck und die Einrichtung




Schon beim Auspacken fällt auf, dass der C28 kein Gerät ist, bei dem man erstmal ein Handbuch studieren muss.

Der Quick-Start-Guide arbeitet mit großen Bildern und erklärt die ersten Schritte ziemlich verständlich.

Auch die Einbindung in die App und die erste Einrichtung waren bei mir vollkommen problemlos.




Interessant fand ich, dass der C28 zunächst auf Englisch mit mir gesprochen hat. Nachdem der Standort erkannt wurde, wurde die Sprachausgabe automatisch auf Deutsch umgestellt.
Und auch danach zieht sich dieses Thema durch den gesamten Betrieb.
Der C28 sagt an, was er gerade macht. Die Sprachausgabe ist laut und deutlich und man bekommt dadurch eigentlich immer mit, was gerade passiert.
Das erste Kartieren





Beim ersten Start habe ich ehrlich gesagt nicht viel erwartet. Ich wollte erstmal sehen, was das Gerät überhaupt macht.
Die erste Kartierung geht erstaunlich schnell. Der C28 fährt aus seiner Station, dreht sich kurz im Kreis und schon ist für den ersten Durchgang eine Karte vorhanden.
Ich habe ihn beim ersten Betrieb zunächst nur saugen lassen.
Dabei passiert etwas, was ich ziemlich praktisch finde: Der C28 erkennt weitere befahrbare Bereiche und erweitert seine Karte automatisch.
Beim dritten Durchlauf waren bei uns Esszimmer, Küche und Flur vollständig erkannt.
Die zusätzlichen Räume werden dabei automatisch angelegt und nummeriert. Anschließend kann ich die einzelnen Räume auch separat auswählen.
Und auch hier wieder: Ich musste dafür kein Studium in Saugrobotertechnik absolvieren.
Saugen im Alltag
Bei uns läuft der C28 jeden Tag.
Dabei saugt er bei uns wirklich überall und arbeitet sich systematisch durch die Räume. Er fährt zunächst die Wände beziehungsweise Ränder ab und arbeitet den Rest anschließend in Bahnen ab.
Das wirkt nicht zufällig, sondern sehr strukturiert.
Auch mit Hindernissen habe ich bisher keine Probleme gehabt. Was im Weg steht, wird erkannt und umfahren. Wird die Stelle später frei, kann sie nachgeholt werden. Ist das Hindernis dauerhaft vorhanden, wird die Stelle beim nächsten Reinigungsvorgang wieder berücksichtigt.
Kleine Einschränkung: Dünne Kabel liegen bei uns nicht auf dem Boden. Deshalb kann ich gerade diesen klassischen Problemfall nicht aus eigener Erfahrung beurteilen.
Nach meinen bisherigen Erfahrungen werden Gegenstände ab ungefähr 2 × 2 cm zuverlässig erkannt. Dinge wie Haargummis sind allerdings deutlich kleiner und fallen damit für mich nicht wirklich in diesen Bereich.
Auch gröberer Schmutz ist für den C28 kein Problem. Ich habe ihn allerdings nicht absichtlich mit irgendwelchen Extremsituationen konfrontiert.
Das ist mir wichtig.
Ich teste im normalen Alltag. Ich verschmutze keine Oberfläche absichtlich übermäßig, nur um anschließend ein Video davon machen zu können. Mir geht es darum, wie das Gerät bei uns tatsächlich funktioniert.
Und genau da macht der C28 bisher einen richtig guten Job.
Drei Katzen und eine Menge Fell


Bei uns leben drei Katzen.
Eine davon ist eine Maine-Coon-EHK-Mischung und hat entsprechend langes und flauschiges Fell.
Damit hat der C28 offenbar überhaupt kein Problem.
Das Fell, das unsere Katzen verlieren, wird hervorragend aufgenommen. Auch die langen und feinen Haare bleiben bei der DuoSpiral-Bürste bei uns nicht irgendwo hängen.
Alles wird aufgesaugt.
Und das merkt man gerade im Alltag sehr deutlich. Der Boden wirkt durch das tägliche Saugen tatsächlich dauerhaft sauberer.
Gerade mit drei Katzen ist das für mich eine der Sachen, die ich inzwischen nicht mehr missen möchte.
Die Katzen selbst sind dem C28 gegenüber noch etwas skeptisch. Sie gewöhnen sich aber langsam daran und gehen ihm im Zweifelsfall einfach aus dem Weg.
Und dann kam das Wischen


Beim Wischen war ich tatsächlich überrascht.
Nicht, weil ich erwartet hätte, dass der C28 überhaupt nicht wischen kann. Ich habe schon erwartet, dass die technische Ausführung ihren Job macht.
Aber die Qualität hat mich dann doch überrascht.
Das Wischergebnis ist richtig gut.
Man sieht tatsächlich, dass gewischt wurde. Je nach Licht kann man sogar erkennen, wo die Wischwalze entlanggefahren ist.
Bei uns sind die Anforderungen allerdings unterschiedlich.
Das Esszimmer hat einen alten Holzboden. Dort wische ich ungefähr einmal im Monat und bewusst mit sehr wenig Wasser.
Die Küche besteht zu ungefähr drei Vierteln aus Teppich, weshalb dort entsprechend wenig zu wischen ist.
Der Flur wird dagegen je nach Wetter ein- bis zweimal pro Woche gewischt.
Die Wassermenge kann ich in der App einstellen. Das finde ich gerade bei unterschiedlichen Bodenbelägen praktisch.
Bei mittlerer Wassermenge ist der Boden bei uns nach dem Wischen auch sehr schnell wieder trocken.
Und auch hier mache ich keine künstlichen Tests. Wir leben in unserem Haus und der C28 muss genau damit klarkommen.
Das tut er.
Die Wischwalze macht den Rest

Was mir beim Wischen besonders gefällt, ist die Automatik.
Die Station übernimmt das Waschen, erneute Befeuchten und anschließend auch das Trocknen der Mop-Walze.
Bei uns läuft die normale Trocknung fünf Stunden. Dabei zeigt die App auch die verbleibende Zeit an.
Die Anzeige finde ich richtig gut, weil ich dadurch nicht überlegen muss, ob die Trocknung noch läuft oder schon fertig ist.
Allerdings sollte man beim Aufstellort der Station darauf achten.
Die Trocknung ist hörbar.
Das ist nicht besonders laut und für sich genommen auch nicht störend. Das Problem ist einfach die Dauer. Wenn neben mir fünf Stunden lang ein Geräusch läuft, würde mich das irgendwann nerven.
Deshalb würde ich die Station nicht unbedingt direkt neben den Schreibtisch oder an einen anderen Ort stellen, an dem man sich viele Stunden aufhält.
Beim normalen Saugen ist das dagegen überhaupt kein Problem.
Je nach Einstellung verändert sich die Lautstärke natürlich. Hörbar ist der C28, aber für mich niemals belästigend. Er ist definitiv nicht laut wie ein herkömmlicher Staubsauger.
Wenn er eine Stunde direkt neben mir an einer Stelle saugen würde, wäre das irgendwann etwas anderes. Im normalen Betrieb stört er mich aber überhaupt nicht.
Die Station

Auch die Station selbst gefällt mir gut.
Frisch- und Schmutzwassertank sind mit ihren 2,2 Litern relativ kompakt und dadurch gut zu tragen.
Ich fülle bewusst nur ungefähr einen Liter Frischwasser ein. Das reicht bei uns für mehrere Wischvorgänge und ich möchte nicht unnötig lange Wasser im Tank stehen haben.
Bei uns reicht ein Liter ungefähr für fünf Wischvorgänge von Esszimmer und Flur zusammen.
Das Schmutzwasser entferne ich direkt beziehungsweise am Tag, an dem gewischt wurde.
Die Tanks lassen sich einfach herausnehmen und wieder einsetzen.
Eigentlich wäre es nur noch einfacher, wenn man die Station direkt an die Wasserleitung anschließen könnte.
Die Handhabung ist wirklich so einfach, dass das meiner Meinung nach auch ein Kind mit fünf oder sechs Jahren hinbekommen könnte.
Wartung und Reinigung
Auch bei der Wartung hatte ich vorher eine ganz andere Vorstellung.


Ich dachte immer, dass solche Geräte bestimmt kompliziert auseinanderzunehmen sind und man erstmal herausfinden muss, welches Teil wohin gehört.
Beim C28 ist das nicht so.
Alles, was man auseinandernehmen kann, ist so konstruiert oder farblich gekennzeichnet, dass man es eigentlich nicht falsch wieder zusammenbauen kann.
Viele Dinge findet man durch einfaches Ausprobieren selbst heraus. Und wenn man bei etwas doch nicht sofort weiß, wie es funktioniert, muss man es sich meiner Erfahrung nach nur einmal zeigen lassen.


Danach ist es klar.
Das gefällt mir sehr gut.
Ein kleines Manko ist mir allerdings aufgefallen:
Wenn man den C28 für Wartungsarbeiten auf den Kopf dreht, fällt die obere Abdeckung ab, weil sie nicht einrastet.
Das ist kein großes Problem. Man sollte es nur wissen.
Ansonsten musste ich den Roboter bisher noch nicht manuell reinigen. Auch an der Station habe ich bisher keine Stellen gefunden, an denen sich auffällig viel Schmutz sammelt.
Den Staubbeutel musste ich ebenfalls noch nicht wechseln.
Der Beutel ist allerdings ein Einwegprodukt und nicht waschbar. Je nach Verschmutzung soll er bis zu 75 Tage halten. Ersatz gibt es auch von Drittanbietern zu vergleichsweise günstigen Preisen.
Hier hätte ich mir trotzdem einen permanenten beziehungsweise wiederverwendbaren Staubbehälter gewünscht.
Navigation und Hindernisse
Die Navigation funktioniert bei uns sehr gut.
Der C28 arbeitet Raum für Raum und fährt dabei zunächst die Außenbereiche und anschließend die Fläche in Bahnen ab.
Hindernisse werden erkannt und umfahren.
Bei uns gibt es allerdings keine dünnen Kabel auf dem Boden. Deshalb kann ich nicht aus eigener Erfahrung sagen, wie zuverlässig der C28 mit solchen Dingen umgeht.
Bei unseren normalen Hindernissen funktioniert es jedenfalls problemlos.
Auch Türschwellen und Teppichkanten sind kein Problem.
Die Teppicherkennung funktioniert ebenfalls zuverlässig. Bei uns ist der Unterschied zwischen Teppich und den anderen Bodenbelägen allerdings auch ziemlich deutlich.
Und wenn man bedenkt, dass der C28 gleichzeitig saugen und wischen kann, finde ich das im Alltag sehr angenehm.
Ich muss nicht erst einen Saugvorgang starten und anschließend noch einmal zum Wischen loslegen.
Die Ecken
Bei der Eckenreinigung gibt es ebenfalls nichts zu meckern.
Der C28 fährt ziemlich nah an die Kanten heran.
Eine 90-Grad-Ecke wird allerdings nicht komplett abgedeckt.
Das ist für mich aber überhaupt kein Negativpunkt.
Wer noch tiefer in die Tasche greift, bekommt bei anderen Geräten in diesem Bereich durchaus noch etwas mehr. Bei einem Gerät wie dem C28 finde ich das Ergebnis trotzdem vollkommen in Ordnung.
Wir erwarten schließlich keinen OP zu Hause.
Und genau das ist vielleicht eine wichtige Einordnung für meinen gesamten Test.
Jemand, der erwartet, dass nach dem Roboter wirklich jeder kleinste Krümel aus jeder Ecke verschwunden sein muss und der Boden anschließend aussieht wie frisch aus dem Labor, wird das Ergebnis möglicherweise anders beurteilen.
Das ist aber nicht unser Anspruch.
Die App
Die App finde ich ebenfalls sehr gelungen.
Alles ist verständlich erklärt und sowohl die Texte als auch die Symbole sind für mich eindeutig.
Ich musste mich nicht erst durch irgendwelche Menüs kämpfen.
Die Räume lassen sich einzeln auswählen und auch die unterschiedlichen Einstellungen sind verständlich aufgebaut.
Die Wassermenge lässt sich einstellen und auch die verschiedenen Saugmodi sorgen dafür, dass der C28 je nach Situation unterschiedlich arbeitet.
Dadurch ist auch ein sehr leiser Betrieb möglich.
Eine Kleinigkeit finde ich allerdings etwas schade:
Die Anzeige der bereits gereinigten Quadratmeter ist nicht permanent sichtbar. Sie ist vorhanden, aber etwas versteckt.
Bei den eufy-Rasenmähern gefällt mir das besser, weil die Fläche dort dauerhaft angezeigt wird.
Das ist für mich aber ebenfalls kein Negativpunkt. Ich würde mir die Anzeige einfach etwas präsenter wünschen.
Der Akku
Über den Akku kann ich aus unserem Alltag ebenfalls etwas sagen.
Der C28 schafft unsere täglichen Reinigungen problemlos in einem Durchgang. Zwischendurch musste er bei uns bisher nicht laden.
Allerdings hängt die tatsächliche Laufzeit sehr stark von den gewählten Einstellungen ab.
Je mehr zusätzliche Funktionen beziehungsweise höhere Leistungsstufen man verwendet, desto stärker sinkt die Laufzeit.
Die Herstellerangabe zur maximalen Laufzeit sollte man deshalb nicht mit dem normalen Alltagseinsatz gleichsetzen.
Für unseren Einsatz reicht der Akku jedenfalls problemlos.
Wie viel Arbeit macht so ein Roboter wirklich?
Das war für mich eigentlich die spannendste Frage.
Ich hatte immer die Vorstellung, dass so ein Roboter zwar saugt und wischt, ich danach aber wahrscheinlich genauso viel Arbeit damit habe.
Das hat sich nicht bestätigt.
Im Gegenteil.
Die wenigen Handgriffe, die ich machen muss, mache ich sogar gerne.
Wasser einfüllen, Schmutzwasser leeren, irgendwann den Staubbeutel wechseln oder etwas reinigen – das sind Dinge, mit denen ich absolut kein Problem habe.
Alles andere macht der C28.
Und genau das wollte ich.
Ich möchte nicht ständig überlegen müssen, wann ich jetzt welchen Raum sauge oder wische. Ich möchte auch nicht erst jedes Mal einen großen Aufwand betreiben.
Der C28 läuft bei uns jeden Tag zum Saugen. Den Flur lasse ich ein- bis zweimal pro Woche wischen und das Esszimmer ungefähr einmal im Monat.
Mehr muss ich eigentlich nicht machen.
Und natürlich schaue ich ihm trotzdem noch gerne zu.
Nicht, weil ich ihm nicht vertraue, sondern weil es für mich einfach immer noch neu ist.
Die Optik

Auch optisch gefällt mir der C28 sehr gut.
Das Gerät ist relativ klein und wendig und macht im Raum keinen klobigen Eindruck.
Was mir besonders gefällt: Man sieht nicht bei jedem Teil auf den ersten Blick, wo man etwas auf- oder abmachen kann.
Das klingt vielleicht erstmal komisch, aber genau dadurch wirkt das gesamte Gerät sehr aufgeräumt.
Die Station steht bei uns im Raum und fällt dabei nicht unangenehm auf.
Sie ist kein „hässlicher“ Blickfang.
Ich finde die Optik wirklich gelungen und habe nicht das Gefühl, dass dort plötzlich ein großes technisches Gerät steht, das den Raum stört.
Tipps und Tricks
Ein paar Dinge gibt es, die ich beim Einsatz des C28 inzwischen gelernt habe und die ich anderen Nutzern mitgeben würde.
Bei der ersten Kartierung und beim ersten Saugen würde ich Stühle oder Sitzbänke auf den Tisch stellen. Gerade im Esszimmer kann der C28 dadurch auch die Bereiche darunter korrekt erfassen und in die Karte aufnehmen.
Und noch ein kleiner Tipp für die erste Kartierung: Alle Bereiche, die später gereinigt werden sollen, sollten möglichst zugänglich sein. Also Türen öffnen und nichts versperren, damit der C28 möglichst viele Räume bereits bei der ersten Kartierung erkennen kann.
Außerdem würde ich mir wirklich die Mühe machen und Kleinigkeiten und dünne Kabel vor dem Saugen oder Wischen vom Boden zu entfernen. Auch wenn die Hinderniserkennung bei größeren Gegenständen sehr gut funktioniert, muss man es dem Roboter nicht unnötig schwer machen.
Beim Wischen gilt für mich: Weniger ist oft mehr. Je nach Bodenbelag sollte man mit der Wassermenge vorsichtig sein. Gerade Holz, Laminat oder andere Böden, die empfindlich auf Feuchtigkeit reagieren, könnten durch zu viel Wasser Schaden nehmen oder aufquellen.
Auch bei Verschmutzungen würde ich nicht alles einfach vom Roboter erledigen lassen. Dinge, die intensive Gerüche ausdünsten, würde ich lieber von Hand entfernen. Den Roboter würde ich anschließend für die Endreinigung einsetzen.
Wer beim Wischen Reinigungsmittel verwenden möchte, sollte außerdem keine beliebigen Reiniger in den Tank geben. Ich würde hier das Original von eufy oder einen Reiniger verwenden, der ausdrücklich dafür geeignet und mit den Vorgaben des Herstellers vergleichbar ist.
Preise & Verfügbarkeit
Der eufy Omni C28 erschien mit einer UVP von 599€. Dies ist auch der aktuelle Preis bei eufy Deutschland*. Bei Amazon* ist das Gerät aktuell für 399€ zu bekommen. Und das ist ein Preis, der deutlich unterhalb dessen liegt, was ich erwartet hatte.
Die ursprüngliche UVP von 599 Euro finde ich für das Gesamtpaket durchaus nachvollziehbar. Für diesen Preis würde ich allerdings auch erwarten, dass ein Gerät in einigen Bereichen noch etwas mehr bietet. Deutlich interessanter wird der C28 beim aktuellen Straßenpreis. Für rund 400 Euro bekommt man meiner Meinung nach ein ziemlich umfangreiches Gesamtpaket.
Mein Fazit
- Gerät in seiner Preisklasse - 10/1010/10
- Gerät allgemein - 9/109/10
Der eufy Omni C28 ist mein erster Saug- und Wischroboter.
Ich hatte vorher keinerlei Erfahrung mit solchen Geräten und mich auch nie ernsthaft mit dem Thema beschäftigt.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum mich der C28 an einigen Stellen so positiv überrascht hat.
Ich hatte erwartet, dass solche Geräte kompliziert sind.
Ich hatte erwartet, dass ich mich erstmal intensiv damit beschäftigen muss.
Und ich hatte vor allem erwartet, dass so ein Gerät am Ende möglicherweise mehr Arbeit macht, als wenn ich selbst sauge und wische.
Nichts davon hat sich bisher bestätigt.
Die Einrichtung ist einfach, die App ist verständlich und auch die Bedienung von Roboter und Station ist intuitiv.
Der C28 saugt bei uns jeden Tag und gerade mit drei Katzen sieht man sehr deutlich, was das bringt. Selbst die langen und feinen Haare unserer Maine-Coon-Mischung werden zuverlässig aufgenommen.
Noch besser gefällt mir allerdings das Wischen.
Die Qualität ist für mich beeindruckend. Ich hatte erwartet, dass die Wischwalze ihren Job macht. Dass das Ergebnis bei uns aber so gut ausfällt, hätte ich nicht unbedingt erwartet.
Natürlich gibt es auch ein paar Dinge, die mir nicht ganz so gut gefallen.
Der Staubbeutel ist ein Einwegprodukt. Die obere Abdeckung fällt beim Umdrehen des Roboters ab und die Trocknung der Wischwalze kann über fünf Stunden hörbar sein.
Das sind für mich aber keine Dinge, die den Gesamteindruck wirklich trüben.
Denn am Ende bleibt für mich vor allem eines:
Ich möchte den C28 nicht mehr hergeben.
Saugen und Wischen gehören für mich zu den lästigsten Aufgaben im Haushalt.
Jetzt nicht mehr.
Und genau das ist für mich der größte Vorteil des eufy Omni C28.
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