Anker SOLIX Solarbank 4 Pro: Erste technische Details bekannt

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Nachdem wir bereits vor gut 2 Wochen erste Informationen zur neuen Anker SOLIX Solarbank 4 Pro teilen konnten, gibt es jetzt erste bestätigte technische Details. Diese will ich euch ebenfalls nicht vorenthalten.

[Beginn Exkurs]
Obwohl ich Leaks ja überhaupt nicht mag. Denn es nimmt die Spannung. Und auch die Freude bei der eigentlichen Vorstellung. Da geben sich Hersteller viel Mühe für einen Launch, über den die Medien dann auch von vor Ort berichten. Wenn aber das Wichtigste schon vorher bekannt wird, dann tritt so ein schöner Launch in den Hintergrund.
Es ist ein bisschen so wie an Weihnachten. Die Freude das Geschenk am 24. Dezember zu öffnen, ist irgendwie größer, als wenn man vorher schon im elterlichen Kleiderschrank die Geschenke gefunden hat.
Wer sich also lieber mit allen offiziellen Details überraschen lassen will – es dauert nicht mehr lange 😉 – der liest ab hier nicht weiter!
[Ende Exkurs]

So, wer jetzt doch lieber die Leaks haben möchte, für den gibt es die ersten technischen Daten. Diese stammen aus dem Zentralen Register für Einheiten- und Komponentenzertifikate (ZEREZ). Das zentrale Register für Einheiten- und Komponentenzertifikate ist in Deutschland ein Verwaltungssystem mit einer zentralen Datenbank, in der Zertifikate für Einheiten und Komponenten von Erzeugungsanlagen aller Spannungsebenen der elektrischen Energietechnik erfasst und verwaltet werden. Es hat im April 2024 seinen Betrieb aufgenommen und seit 01.02.2025 müssen Installateure und Betreiber von PV-Anlagen bei der Anmeldung einer neuen Anlage ZEREZ verwenden.
Einfach ausgedrückt, hier stehen die relevanten technischen Daten.

Anker SOLIX Solarbank 4 Pro E5000

Nachdem die vollständige Bezeichnung in den offiziellen Zertifikaten, die in ZEREZ hinterlegt sind, mit der übereinstimmt, die im Datenblatt des Smart Meter 2 abgedruckt war, dürfte die Speicherkapazität mit 5kWh bestätigt sein. Denn mit den Vorgängermodellen wurde mit der Bezeichnungen Exxx jeweils die Speicherkapazität angezeigt. Bei der Solarbank 3 Pro E2700 also 2,7kWh.

Nach der Vorstellung der Solarbank Max AC Anfang diesen Monats mit 3,5kW Wechselrichter war zudem der Wunsch groß, dass auch bei der Solarbank 4 Pro der maximale Output ansteigt. Als reines Balkonkraftwerk („steckerfertige Solaranlage“) ist dieser natürlich weiterhin in Deutschland auf 800W rechtlich begrenzt. Sofern die Solarbank über das Anker SOLIX Power Dock betrieben wird, ist eine höhere Ausgangsleistung möglich. Die Solarbank 2 Pro schafft darüber dann 1.000W, die Solarbank 3 Pro sogar 1.200W.

Ich komme bei mir mit 2x Solarbank 3 Pro und 1x Solarbank 2 Pro über das Power Dock damit auf max. 3,4 kW Output. Maximal wären mit 4x Solarbank 3 Pro über das Power Dock also 4,8 kW Output möglich. Das reicht in den meisten Fällen aus, um den Hausstrombedarf bei mir zu decken. Mit Wärmepumpe und E-Auto gibt es aber auch leistungsstarke Stromaufnehmer, für die ein höherer Output durchaus wünschenswert wäre.

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Mehr Informationen

Und ich will euch nicht länger auf die Folter spannen. Bei der Solarbank 4 Pro spricht das Zertifikat von 2,5kW maximaler Ausgangsleistung. Rechne ich dies hoch, wären also über die Power Dock Lösung von Anker SOLIX damit maximal 10kW Ausgangsleistung möglich. WOW!
Und gleichzeitig hätte man – ohne Zusatzakkus – 20kWh an Speicher zur Verfügung. Das sind mehr als ordentliche Werte.
Etwas zurückhaltend muss ich dabei noch sein. Denn auch wenn ich fest davon ausgehe, dass man die neue Generation der Solarbank auch direkt kompatibel mit dem Power Dock macht, so konnte ich hierzu noch keine Bestätigung in den Dokumenten finden.

Was ebenfalls noch aussteht sind alle Details zum DC Eingang. Hier sprechen die Zertifikate von einem MPP-Spannungsbereich von 16-50V, einer maximalen Eingangsspannung von 60V und einem maximalen Eingangsstrom pro MPPT von 4x36A. Ob sich daraus dann tatsächlich auch eine höhere elektrische Eingangsleistung für die MPPT ergibt, kann ich nicht sagen. Bei der Solarbank 3 Pro lag diese bei 900W je MPPT. Damit lassen sich dann gut zwei typische 500W Solarmodule über Y-Stecker koppeln und an einen MPPT anschließen. Ob man hinsichtlich der o.g. Leistungsdaten hier die Eingangsleistung der MPPT nochmals erhöht hat, ist noch offen.

Was sich jedoch noch aus den Dokumenten ergibt, ist der Inselnetzmodus. Ich gehe davon aus, dass hiermit der Off-Grid-Modus über den Notstromanschluss der Solarbank gemeint ist. Freuen würde es uns natürlich alle, wenn es eine echte Insellösung wäre. Wenn also bei Netzausfall die automatische Umschaltung erfolgt und ausschließlich über Solar und Batteriestrom das Hausnetz weiter versorgt werden könnte.

Anker SOLIX Solarbank 3 Pro vs. Solarbank 2 Pro
Notstrom Anschluss (jeweils rechts unten hinter der Klappe) bei der Solarbank 2 Pro und Solarbank 3 Pro

Tatsächlich fürchte ich gehe ich davon aus, dass wirklich nur die Leistung über die Notstromdose an der Seite der Solarbank gemeint ist. Allerdings steigt hier die maximale Ausgangsleistung ebenfalls deutlich an. Hier sind bei der Solarbank 4 Pro nun ebenfalls 2.500W möglich, statt zuvor maximal 1.200W. Das ist deshalb ein wichtiger Faktor, weil man nun beispielsweise auch über den Notstromanschluss ein E-Auto laden kann. Diese benötigen meist mindestens 1,4kW Ausgangsleistung. Somit schied die Solarbank 3 Pro hier noch aus. Mit der neuen Generation kann man dann auch bei Stromausfall zumindest den guten Solarstrom nutzen und sein E-Auto laden.

Was sagt ihr zu den ersten bestätigten technischen Details der Solarbank 4 Pro?
Hat Anker SOLIX eure Wünsche erfüllt?

9 Kommentare zu „Anker SOLIX Solarbank 4 Pro: Erste technische Details bekannt“

  1. Auf den interessantesten Punkt des Zertifikats ist man gar nicht eingegangen. Demnach wurden zwei Modelle Zertifiziert mit unterschiedlichen Ausgabeleistungen:

    – AE1033Z1-20 / 800Watt

    – AE1033Z1 / 2500

    Spannend wird es daher ob es auch wirklich zwei Versionen wie bei der SB3 geben wird. Die 800‘er Variante wäre für die vereinfachte Anmeldung (Kleinsterzeugungsanlage nicht mit Steckersolargeräte BKW verwechseln) durch den Betreiber (also ohne Elektriker) beim Netzbetreiber interessant.

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  2. Genau… denn alleine die MÖGLICHKEIT, eine Solix über die 800w-Grenze softwaremässig aufzubohren, ist seit neuestem für die Netzbetreiber ein Ausschlusskriterium, die Solix als BKW oder im vereinfachten Anmeldeverfahren nach VDE …4105 2026:03 mit max. 7000Wp anzumelden. All diese Anlagen sind also als BKW und Kleinstpeicheranlagen nicht zulässig, genauso wie die Solix 3.
    LEIDER…

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    • „800w-Grenze softwaremässig aufzubohren, ist seit neuestem für die Netzbetreiber ein Ausschlusskriterium,“

      Kleine Korrektur: Das ist nicht seit neuestem der Fall, sondern die Regelung gilt schon immer. Es zählt die Angabe auf dem Typenschild. Das einige Versorger da nicht genau hingeschaut haben, ist ein anderes Thema…

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      • @Bjoern

        Moin Bjoern!

        Ja, das ist soweit korrekt. Allerdings hat man, gerade was das Thema Drosselung der Geräte betrifft, früher nicht nur nicht ganz so genau hingeschaut. Es war von der Regelung her auch etwas anders.

        Es war zulässig, Geräte selber in der Leistung verändern zu können. Das ist ja heute, für die vereinfachte Anmeldung komplett hinfällig. Und davon ist die Möglichkeit der Reduzierung der Leistung betroffen. Hier macht man es, meiner Meinung nach, wieder zu genau.

        Liebe Grüße David! 🙂

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  3. Die wichtigste Info wäre, ob man die 2,5 kW der Notstrom Steckdose nutzen kann wenn die Anlage im Netzbetrieb läuft. Damit würde sie 800 W an das Hausnetz und den Rest an der Steckdose netzunabhängige abgeben. Eco Flow kann das, die Solix 3 leider nicht. Dies und eine sekundengenaue Überschuss Regelung (Smart Plugs) werden am Ende entscheiden, ob solche Anlagen eine echte Alternative zu großen PV Anlagen sind.
    Ansonsten ist die Überdimensionierung irgendwann sinnlos.

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  4. Hallo und danke für das Update, also ich warte echt richtig auf den Launch der Solarbank 4, da ich gerade aufrüste aber nur noch warte!Soll heißen, Haken und Schienen sind auf dem Dach, 22 x 500 Watt Module sind bestellt und eine SB 2 sowie 2 E1600 sind aktuell im Einsatz und würde diese dann mit verbinden! Habe auch aktuell die V1 Wallbox, daher wäre mehr Einspeiseleistung sehr interessant für mich!Für mich heißt es dann nur noch auf die technischen Details warten und dann schauen ob ich preislich besser 3 x SB3 kaufe oder mehr ausgebe und auf 3 x die SB4 kaufe…Zudem warte ich natürlich ob es ein PowerDock Update gibt, daher habe ich hier auch nichts erworben und warte besser ;-)Viele Grüße aus dem Sauerland!

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