Anker Solix MAX: Offizielle Produktvorstellung für Europa zur IFA 2026

Foto des Autors


Die IFA 2026 in Berlin hat ihre Tore geschlossen. Es war ein gelungenes Event, auf dem wieder spannende neue, aber auch bekannte Produkte an den Messeständen entdeckt werden konnten. Für mich von besonderem Interesse war natürlich der Stand von Anker Solix, deren technische Teams uns dieses Jahr bereits mit dem Launch der Solarbank 4 E5000 Pro und der Solarbank MaxAC begeistern konnten. Außerdem gab es wieder ein ganz besonderes Highlight zu erkunden: Anker Solix hat das neue Heimspeichersystem „Solarbank MAX“ nun offiziell für den europäischen Markt präsentiert. Nachdem ich euch bereits im Frühjahr die ersten Vorab-Informationen von dem Solar & Storage Live 2026 Event in London zum XE-Heimspeicher in Form einer Preview mitgebracht habe, bot sich für mich nun erstmals die Möglichkeit, das europäische Pendant des innovativen Geräts näher in Augenschein zu nehmen.


Folgender Beitrag wurde uns als Gastbeitrag freundlicherweise von Matthias Siegel zur Verfügung gestellt. Wer mehr über Matthias oder seine Arbeit erfahren möchte, der darf Ihn gerne auf seinen Profilen besuchen.
Vielen Dank für den Beitrag!

Facebook

LinkedIn


Einleitung

Obwohl sich die Spezifikationen im Vergleich zur XE-UK-Präsentation kaum verändert haben, nutze ich die Gelegenheit gerne, um das Gerät noch einmal allen genauer vorzustellen, an denen das Preview bisher vorbeigegangen ist. Denn: einige Dinge haben sich doch geändert.

Im Produktkatalog von Anker Solix passt das Solarbank MAX-System genau in die Lücke, die bisher zwischen den kleinen Solarbank-Systemen und dem großen Heimenergiespeicher X1 klaffte. Während die Solarbänke primär für Balkonkraftwerke oder einfache AC-Nachrüstungen gedacht sind und der X1 als ein- oder dreiphasiges Flaggschiff auch größere PV-Installationen bedient, deckt der MAX-Speicher den klassischen Einfamilienhaus-Bereich ab. Das System kombiniert eine hohe Flexibilität mit überschaubaren Abmessungen und richtet sich an Betreiber, die eine vollwertige Speicherzentrale für eine PV-Neuanlage suchen oder ein bestehendes Solarsystem nachrüsten möchten.

Anker Solix Solarbank Max Bild C - Rückseite Solarbank MAX (Fotoquelle IFA 2026)

zurück

Systemdesign und optischer Aufbau

Optisch steht das neue Gerät den etablierten Hybrid-Speichersystemen in nichts nach. Die Ähnlichkeit zur Solarbank MaxAC ist kaum zu übersehen, teilen sich die beiden Energiespeicher doch ein ähnliches Gehäuse und Anschlüsse.

Der Hybrid-Wechselrichter bildet wieder das oberste Gehäusemodul und wird direkt auf die darunter liegenden Batterie-Erweiterungen aufgesteckt. Das spart bei der Montage nicht nur Zeit und Platz an der Wand, sondern bietet durch den durchdachten modularen Aufbau stets die Möglichkeit eine Nachrüstung vorzunehmen, ohne größere Eingriffe an der Installation durchführen zu müssen. Dieser Aspekt wurde bereits in der Vergangenheit von Nutzern als sehr positiv empfunden.

Ähnlich wie beim großen Bruder, dem X1 HES, bildet eine futuristische LED-Lichtleiste an zentraler Stelle des Leistungsmoduls alle Anzeigen ab, die für den Betrieb der Anlage notwendig sind. Mittig davon lässt sich der aktuelle Ladezustand des Stromspeichers ablesen. Links- und rechtsseitig wird die PV-Eingangsleistung sowie die AC-Ausgangsleistung angezeigt. Weitere notwendige Symbolik, wie der Zustand der Bluetooth oder WLAN-Verbindung, sowie für Fehlermeldungen (z.B. Überlastmeldungen) und Betriebszustände, wie die Verwendung des Backup-Terminals lassen sich ebenfalls mit einem kurzen Blick auf die Lichtleiste sofort erkennen. Bei Bedarf kann diese allerdings auch abgeschaltet werden.

Auf der linken Seite des Leistungsmoduls ist das PV-Terminal zu erkennen. Die MAX verfügt über insgesamt drei Eingänge, die über einen Drehschalter auch von der Anlage getrennt werden können. Eine kleine Power-Taste lässt das Gerät zum Leben erwachen. Der notwendige Anschluss für die Einbindung in den Potentialausgleich darf an dieser Stelle natürlich auch nicht fehlen.

Auf der anderen Seite sieht man das AC-Terminal. Neben einer Anschlussmöglichkeit für die Anbindung an das Hausnetz, welches wie bei den aktuellen Solarbänken über einen speziellen Generatoranschlussstecker realisiert wird, bietet die COM-Schnittstelle mehrere Verbindungsmöglichkeiten für verschiedenste Anwendungen. Unterhalb dieser befindet sich ein Backup-Anschluss, für die Ersatzstromversorgung des Hausnetzes bei Stromausfällen. Und auch ein Druckauslassventil ist aus Sicherheitsgründen wieder mit dabei. Wobei hier auch gleich angemerkt werden muss, dass durch die verbauten LFP-Zellen, die einen sehr guten Schutz gegen thermisches Durchgehen aufweisen, bereits ein hohes Maß an Sicherheit wieder mit an Bord ist.

An der Unterseite des Leistungsteils ist der anfangs erwähnte Kopplungspunkt für die Akku-Erweiterungen angebracht. Diese sind im Vergleich zum hervorstechenden Leistungsteil sehr schlicht aufgebaut und kommen ohne weitere Anzeigen oder Schalter aus.

Als neues Accessoire kommt der Standfuß hinzu, der dafür sorgt, dass das System stets perfekt ausnivelliert auch auf unebenen Untergründen steht, was neben der Möglichkeit einer Wandhalterung stark zur Sicherheit der Anlage beiträgt. Dieser wird unterhalb des letzten Batteriemoduls verbaut.

zurück

Aufstellungsorte

Bevor näher auf die technischen Spezifikationen eingegangen wird, soll der generelle Aufbau der Anlage im Fokus stehen. Anders als die X1 ist die Solarbank MAX ein etwas schwerfälligeres System, was die Dimensionen des Gehäuses angeht.

Der Leistungsteil bietet mit einer Bemaßung von 670 x 356 x 325 mm einen mehr in die Tiefe gehenden Aufbau. Allerdings erklärt sich das damit, dass bereits in diesem Modul ein 7 kWh großes Akkupack mit am Start ist. Die X1 hat eine strikte Trennung zwischen den Wechselrichtern und den Batteriemodulen verfolgt. Dieses Konzept bricht die MAX nun auf und folgt damit dem erfolgreichen Aufbau der Anker Solarbank-Systeme.

Dadurch bringt das Einzelgerät aber auch bereits ein stolzes Gewicht von 76,5 Kg auf die Waage und ist damit das schwerste Gerät der Anker Solix- Reihe. Aufgrund dieses hohen Gewichts sollte der Standort wohl überlegt sein. Mit jedem weiteren Batteriemodul kommen nämlich auch weitere 63 Kg hinzu. Im vollständigen Stack wären das 391,5 Kg an Systemgewicht.

Die Solarbank MAX ist sowohl für den Indoor-, als auch für den Outdoor-Bereich bestens geeignet. Die IP66-Klassifizierung bescheinigt eine vollständige Abschirmung gegenüber dem Eindringen von Staub sowie einen Schutz gegen starkes Strahlwasser aus jedem Winkel. Für die Aufstellung im ungeschützten Außenbereich wurde zusätzlich mit einer C5-M Zertifizierung nachgelegt. Dieser Korrosionsschutz-Standard steht für die höchste Belastungskategorie unter extremen Umweltbedingungen. Damit wäre sogar ein Einsatz in Küstengebieten mit hoher Salzbelastung und Luftfeuchtigkeit möglich.

Der Betriebstemperaturbereich beträgt -20°C bis +55°C. Wird die Maximaltemperatur erreicht, drosselt das System Schritt-für-Schritt die Leistungseingänge und -abgabe, um eine Abkühlung zu ermöglichen. Dabei wird auf eine Passivkühlung über die am Gerät verbauten Kühlrippen gesetzt. Ob das für unsere steigenden Außentemperaturen, vor allem in den Sommermonaten ausreichen wird, muss der Praxistest erst zeigen.

Im Winter dagegen haben die Batterien mit dem Einfluss der Kälte zu kämpfen. Eine integrierte Heizung hält die Akkuzellen auch bei Frost auf Betriebstemperatur und sichert so die Leistung der Anlage.

zurück

Technik und Spezifikationen

Durch den bidirektionalen Wechselrichter kann das MAX-System sowohl als DC-gekoppelte Schaltzentrale an PV-Strings als auch als AC-gekoppelte Speichererweiterung an bestehenden Fremdwechselrichtern sinnvoll eingesetzt werden.

Auf der Solarseite verarbeitet der integrierte Hybrid-Wechselrichter eine maximale PV-Eingangsleistung von bis zu 10.000 W (10 kWp). Eine große Stärke in der Praxis ist die Aufteilung auf drei verschiedene MPPTs. Gerade bei komplexen Dachstrukturen mit Walmdächern, Gauben oder getrennten Ost-, West- und Südflächen ermöglicht diese Auslegung die optimale Verschaltung der Strings, ohne dass Verschattungen auf einer Dachseite die anderen Modulfelder herunterziehen.

Der MPPT-Spannungsbereich erstreckt sich von 30 V bis 550 V DC bei einer maximalen Eingangsspannung von 600 V DC. Jeder der drei Tracker verarbeitet einen Nenn-Eingangsstrom von 18 A und hält einem Kurzschlussstrom von bis zu 25 A stand. Damit lassen sich auch moderne Photovoltaikmodule mit großformatigen Wafern und hohen Ausgangsströmen ohne große Einschränkungen in Reihe schalten.

Zu beachten ist, dass pro MPPT-Kanal die maximale Eingangsleistung auf 5 kW beschränkt ist. Obwohl die theoretische Summe der 3 einzelnen MPPT-Limits dann 15 kW betragen würde, wird die gesamte PV-Eingangsleistung des Systems auf maximal 10 kW dynamisch gedrosselt. Dieser Umstand ist so geplant und sorgt dafür, dass das System sicher betrieben werden kann.

Ein wesentliches technisches Highlight verbirgt sich im Inneren der Akkublöcke. Anker nutzt hier großformatige Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LiFePO4 bzw. LFP) der EV-Klasse mit einer Nennkapazität von 314 Ah pro Zelle und einer Modulnennspannung von 22,4 V DC. Jedes Batteriemodul stellt dem System eine nutzbare Nettokapazität von 7 kWh bereit, wobei Anker die Entladetiefe mit vollen 100 Prozent (DoD /Depth of Discharge) angibt. Man kann die gespeicherte Energie also ohne künstliche Kapazitätsgrenzen im Alltag komplett abrufen.

Ein dauerhaftes Ausreizen der 100 % sollte aber dennoch nicht auf der Tagesordnung stehen. Denn ein flacherer Entladezyklus wirkt sich i.d.R. deutlich besser auf die Langlebigkeit der Akkuzellen aus.

Besonders bemerkenswert ist die angegebene Zyklenfestigkeit von 10.000 Ladezyklen bis zum Erreichen von 80 Prozent Restkapazität (SOH /State of Health). Die meisten Heimspeicher am Markt sind auf etwa 6.000 Zyklen ausgelegt. Der Grund für diese hohe Auslegung liegt im rasant wachsenden Markt für dynamische Stromtarife.

In einer klassischen Photovoltaikanlage dreht der Speicher im Sommer gewöhnlich einen Zyklus pro Tag: Der Akku lädt tagsüber durch PV-Überschuss und entlädt sich in den Abendstunden.

Wer jedoch Tarife von Anbietern wie Tibber, Octopus Energy oder Vattenfall nutzt, betreibt das System im sogenannten Dual-Cycling-Modus. An ertragsarmen Wintertagen oder in den frühen Morgenstunden, wenn die Börsenstrompreise durch hohe Windstromeinspeisung extrem niedrig oder sogar negativ sind, lädt der Wechselrichter den Speicher automatisiert mit günstigem Netzstrom voll. Dieser Strom deckt dann die morgendliche Verbrauchspitze im Haushalt ab. Tagsüber verarbeitet das System die PV-Erträge oder lädt bei einem zweiten Preistief erneut nach.

Durch diese Doppelbelastung verdoppelt sich die jährliche Zyklenzahl. Erst durch die langlebigen 314-Ah-Zellen rechnet sich dieser intensive Betrieb über die gesamte geplante Laufzeit von rund 15 Jahren, was Anker mit einer 10-jährigen Werksgarantie absichert.

Der mechanische Aufbau des Speichers folgt dem oben bereits erwähnten Modulstapel-Konzept. Das System startet mit dem Hauptmodul mit 7 kWh Basiskapazität. Wer später mehr Speicherkapazität benötigt, beispielsweise durch die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs oder einer Wärmepumpe, kann weitere Akkublöcke einfach von oben nach unten dazwischen stecken. Ein einzelner Speicherturm lässt sich mit bis zu fünf Erweiterungsakkus bestücken, woraus sich sechs klar definierte Ausbaustufen ergeben. Der voll ausgebaute 42-kWh-Turm bringt es schließlich auf eine Gesamthöhe von 1731 mm.

Gewerbliche Anwendungen oder Häuser mit sehr hohem Energiebedarf sind mit einem einzelnen Gerät aber schwierig zu versorgen. Dafür hat Anker Solix allerdings auch gleich eine Lösung anzubieten: Es ist nämlich möglich, wie auch bereits mit den Solarbänken der zweiten, dritten und vierten Generation, mit dem hauseigenen Powerdock-Multisystem einen Verbund aus bis zu vier Geräten zu bilden. Dabei handelt es sich um einen zentralen Steuerverteiler, der die Leistungsabgabe der einzelnen Stromspeicher je Phase aufnimmt, und bedarfsgerecht an das Hausnetz abgeben kann Je Anschluss ist dann die Abgabeleistung bis 3,5 kW möglich. Das ergibt bei einer Kopplung von maximal vier Geräten eine Ausgangsleistung von 11,6 kW (Die Portplätze 3+4 sind dabei auf insgesamt 4,6 kW begrenzt, da diese auf der gleichen Phase liegen). Die Freischaltung der Powerdock Unterstützung soll im 4. Quartal 2026 erfolgen.

Bei der Verbindung mit dem Stromnetz bietet Anker mehrere Möglichkeiten für den Anschluss des Gerätes an.

Dabei ist zu beachten, dass die jeweiligen technischen und rechtlichen Vorgaben der jeweiligen Länder stets beachtet werden müssen.

Die seit der Solarbank 2 etablierte Methode ist der Anschluss über den regulären Schutzkontakt-Stecker. Bei dieser Anschlussmethode sollte das Gerät jedoch mit einer Ausgangsleistung von maximal 800 W betrieben werden. Dauerhaft höhere Abgabeleistungen können im schlimmsten Fall eine herkömmliche Haushaltssteckdose oder die Leitung schädigen. Aus Sicherheitsgründen ist außerdem die Verwendung eines dedizierten Stromkreises dringend empfohlen – also eine Einzelversorgung mit separater Absicherung.

Eine weitere Anschlussoption ist die Verwendung von Plugin Power 2.0 in Form eines Wieland-Verbindungskabels. Dieses ist als separates Zubehör bei Anker selbst für UVP 49,00 € / 89,00 € (5m / 15m) zu erwerben. Über diese Methode ist dann auch die volle Ausgangsleistung von 5 kW sicher nutzbar. Ein solcher Anschluss ist vor allem durch die normativen Regelungen für Stromspeicher in Deutschland die sicherste Anwendungsmethode.

Zu guter Letzt ist natürlich auch eine feste Verdrahtung im Elektroverteiler realisierbar. Für diesen Zweck ist entweder der im Lieferumfang enthaltene Schuko-Stecker von der Anschlussleitung zu entfernen, oder wahlweise der dafür vorgesehene AC-Generatorstecker von Anker für 15,00 € UVP zu verwenden. Bei diesem ist ein großer Vorteil, dass die Leitungslänge selbst bestimmt werden kann. Auf diese Weise lässt sich die Ausgangsleistung bis auf 4,6 kW weiter steigern.

Wichtig zu erwähnen ist, dass für den normgetreuen Anschluss, sowie die geforderten Meldepflichten beim Verteilnetzbetreiber eine Elektrofachkraft hinzuzuziehen ist.

Fällt der Strom aus, kann der in das System integrierte Not-Strom-Anschluss weiterhin Haushaltsgeräte mit Energie versorgen. Dafür können dauerhaft 3680 W zur Verfügung gestellt werden.

Um auch hohe Einschaltströme von leistungsintensiven Verbrauchern wie Wärmepumpenkompressoren oder Werkstattgeräten sicher abzudecken, stellt die Leistungselektronik dynamische Überlastreserven zur Verfügung. Für eine Dauer von 10 Sekunden steigt die maximale Ausgangsleistung auf bis zu 7,5 kW an, während kurzzeitige Impulsspitzen für eine Sekunde bis 10 kW abgedeckt werden. Um diese Spitzen abzudecken, ist aber mindestens eine zusätzliche Akkuerweiterung erforderlich. Als Einzelgerät sinkt der 10-sekündige Abgabewert auf 5,25 kW beziehungsweise 7 kW in der Spitze.

Die Umschaltzeit liegt bei unter 10 Millisekunden. Das entspricht echtem USV-Standard (Unterbrechungsfreie Stromversorgung). IT-Geräte, Smart-Home-Server, WLAN-Router oder empfindliche Heimelektronik laufen bei einer Trennung vom öffentlichen Netz ohne Unterbrechung oder Neustart weiter.

zurück

Sicherheitskonzept

Für den Schutz von Anwender und Anlage wurden zahlreiche Komponenten, die sich bereits in den Schwestermodellen bewährt haben, mit in das neue System integriert. Auch wenn die LFP (Lithium-Eisen-Phosphat) – Akkutechnologie bereits einen hohen Schutz vor thermischem Durchgehen und Bränden bietet, stellt Anker die Sicherheit dennoch wieder in den Mittelpunkt. Als zusätzliche Schutzeinrichtung sorgt neben der massiven und stabilen Gehäusebauweise, auch das seit der Solarbank 4 E5000 Pro eingeführte Aerosol-Pad für eine schnelle Hilfe als aktive Brandunterdrückungsmaßnahme.

Eine KI-gestützte Frühwarnerkennung analysiert außerdem kontinuierlich die Betriebsdaten des Gerätes und kann bei Fehlern (Überstrom, Kurzschluss) über die intern verbauten Relais binnen Millisekunden eine Trennung herbeiführen. Auch Isolationsfehler sollen so erkannt werden können, bevor gravierende Schäden überhaupt erst die Möglichkeit haben zu entstehen. Sowohl AC-, als auch DC-seitig ist ein Überspannungsschutz ebenfalls wieder mit an Bord. Das 4-stufige Batteriemanagementsystem überwacht außerdem ständig die grundlegenden Parameter wie Spannung, Strom und Temperatur der Anlage.

Zusammengefasst verhindern die Software-Systeme Fehler im Vorfeld, während die Hardware-Komponenten im unwahrscheinlichen Fall eines Schadens das Übergreifen verhindern und den Speicher sofort sichern. Damit stellt Anker ein vollumfängliches Sicherheitskonzept bereit, welches auftretenden Unsicherheiten beim Kauf entgegenwirken soll.

zurück

Steuerung, Datenverarbeitung und Smart-Home Unterstützung

Die intelligente Steuerung der Solarbank Max basiert auf der Energiemanagement-Plattform Anker Intelligence. Die Software kombiniert lokale Messdaten mit Wetterprognosen und historischen Verbrauchsanalysen, um Lade- und Entladevorgänge vorausschauend zu berechnen. Über die direkte Einbindung von über 870 dynamischen Stromtarifen europäischer Energieversorger lädt das System in günstigen Börsenpreis-Fenstern automatisch nach und sperrt die Netzeinspeisung in teuren Phasen.

Die allgemeine Steuerung des Systems erfolgt über die hauseigene Anker-App, in der dem Nutzer verschiedene Modi zur Verfügung gestellt werden. Neben zeitgesteuerter fester Abgabeleistung, kann die Regelung auch automatisiert über die Anker Smartmeter (Gen1 + Gen2) oder unterstützte Dritthersteller-Geräte ausgeführt werden. Diese werden in den Elektroverteiler eingebaut und erfassen über angebundene Messklemmen die Verbräuche und Einspeisungen, die im Hausnetz anfallen. Je nach Bedarf wird darüber die Abgabeleistung des Systems angepasst, um keine unnötige Energie ins öffentliche Stromnetz abzugeben und so die Eigenverbrauchsrate deutlich zu erhöhen.

In Sachen Benutzeroberfläche steht neben der offiziellen Anker-App wieder der KI-Assistent Anka bereit. Dieser verarbeitet Sprachbefehle in natürlicher Sprache und liefert kontextbezogene Antworten zu Ertragswerten, Ladezuständen oder Autarkiequoten. Auch eine Steuerung der Anlagenparameter soll über die integrierte KI-Lösung einfach und per Sprachbefehl durchgeführt werden können. Also ein sehr umfassendes Tool für Steuerung, Fehlerhilfe, Analyse und Statistik.

Die Integration von Dritthersteller-Heimanwendungen wird ebenfalls weiterhin ausgebaut. So wird eine aktive Unterstützung von Home Assistant in den Fokus gestellt. Dazu gesellen sich Modbus, OpenAI, DI/DO, CAN und SG als unterstützte Übertragungsprotokolle und Schnittstellen.

Über den integrierten SG-Ready-Kontakt lassen sich beispielsweise Wärmepumpen bei PV-Überschuss direkt ansteuern und regeln.

Eine Einbindung eines EMS-System-Controllers von Drittherstellern ist ebenfalls über die COM-Verbindungsstelle möglich. Damit kann das Speichersystem Signale und Regelbefehle von einer externen Steuerbox (z.B. über den Verteilnetzbetreiber) oder einem übergeordneten Energiemanagementsystem (EMS) empfangen und umsetzen.

Laut Anker läuft die Datenverarbeitung auch vollständig lokal im eigenen Heimnetzwerk ab. Dafür wurde auch eine CSA-STAR-Zertifizierung für die Einhaltung eines hohen Sicherheitsstandards bestätigt.

zurück

Nenndaten des Produkts in der Übersicht

PV-Terminal:

  • max. 10.000 Wp (10 kWp)
  • Anzahl MPPT: 3
  • Betriebsspannungsbereich: 30–550 V DC
  • Maximale Eingangsspannung: max. 600 V DC
  • Maximaler Eingangsstrom: 18 A Nennstrom
  • Kurzschlussstrom: 25 A Kurzschlussstrom je MPPT

AC-Leistung Netzparallel:

  • Nennausgangsspannung: 5 kW (5 kVA) Dauerleistung
  • Leistungsabgabe dauerhaft (Einzelbetrieb / Verbindung mit min. 1. Erweiterungsspeicher): 5250 W; 7.499 (10 s) / 9.999 W (1 s), bidirektional, erweiterbar auf 11,6 kW im Parallelverbund von 3 Einheiten
  • Akkukapazität & Zellchemie: 7 kWh pro Modul (314 Ah LFP, 100% DoD, 22,4 V DC Nennspannung), erweiterbar von 7 bis 42 kWh pro Stack, maximal 126 kWh im 3er-Verbund
  • Zyklenfestigkeit & Lebensdauer: 10.000 Ladezyklen (bis 80% SOH), 10 Jahre Herstellergarantie
  • Notstrom & USV-Umschaltung: <10 ms Umschaltzeit
  • Schutzart & Kühlung: IP66 Schutzart, C5-M Anti-Korrosionsschutz, passive Konvektionskühlung
  • Betriebstemperatur -20 °C bis +55 °C, Einsatz bis 4.000 m Höhe
  • Schnittstellen & Protokolle: Native Home Assistant Integration, SG Ready, Modbus, CAN-Bus, DI/DO, WLAN, RS485
  • Smart Energy & Steuerung: Anker Intelligence EMS, Anka KI-Sprachassistent, Einbindung von 870+ dynamischen Stromtarifen, Smartmeter-Steuerung
  • Abmessungen & Gewichte: Breite 670 mm, Tiefe 325 mm, Höhe von 356 mm (7 kWh / 76,5 kg) bis 1.731 mm (42 kWh / 391,5 kg)

Anker Solix Solarbank Max Bild P - Typenschild Solarbank MAX (Fotoquelle IFA 2026)

zurück

Interview

Hier findet Ihr ein Interview mit Michelle. Dort hatte Marco die Gelegenheit, alle Infos aus erster Hand zu bekommen:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

zurück

Preise und Verfügbarkeit

Die Solarbank Max wird ab dem 22. Oktober hierzulande vertrieben. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 2499,00 €. Wer schnell ist, kann sich aber auch noch 400 € Rabatt im Vorverkauf bis zum 21. Oktober sichern. Ihr könnt sie hier* vorbestellen.

zurück

Zusammenfassung

Die Solarbank MAX ist das europäische Pendant zum britischen XE-Heimspeichersystem. Dieses konnte mich persönlich bereits im Mai vollends überzeugen und hat seine Stärken schon während der Produktpräsentation eindrucksvoll untermauert. Auf die gleiche Weise soll nun die MAX in Europa ankommen. Ich bin mir sicher, dass diese die Lücke zwischen den Solarbänken und den großen X1-Heimspeichersystemen auch hierzulande sinnvoll füllen kann und ihren Weg in zahlreiche Haushalte finden wird. Durch die große Speicherkapazität und die flexible Nutzung der PV-Eingänge wird für Einfamilienhäuser ein weiterer spürbarer Schritt in Richtung eigener Energieunabhängigkeit geschaffen. Ich bin gespannt, wie sich das Gerät im laufenden Markt mit vielen Konkurrenzprodukten schlagen wird. Die Voraussetzungen dafür stehen jedenfalls gut.

zurück

Fotoquellen und Referenzen:

  • Anker Solix / IFA 2026
  • Google Gemini (siehe Kennzeichnung)

Anmerkung:
Alle Angaben und Informationen basieren auf den Angaben des Technischen Teams zum Zeitpunkt der IFA 2026.
Für alle Inhalte kann keine Gewährleistung übernommen werden. Änderungen vorbehalten.

zurück

Community

Habt Ihr noch Fragen zu der Anker SOLIX Solarbank Max?

Wäre das ein interessantes Produkt für Euch?

Dann besucht uns gerne in unserem Forum! Dort findet Ihr Hilfe, Rat und immer ein offenes Ohr.

Außerdem gibt es dort Unterstützung und Austausch rund um die Produkte von Anker SOLIX, soundcore, eufy und Nebula.

Wir freuen uns auf jeden neuen Beitrag und heißen Euch herzlich willkommen! 🙌

*Durch den Klick auf den Amazon Link bekommen wir einen kleinen Prozentsatz des Kaufpreises als Obolus von Amazon. Du unterstützt dadurch unseren Blog. So können wir auch in Zukunft noch Zubehör Tests für euch machen. Natürlich wird dadurch dein Produkt nicht teurer. Solltest du dazu noch Fragen haben schau einfach in unsere Datenschutzerklärung. Vielen Dank.

zurück

*Durch den Klick auf den Amazon Link bekommen wir einen kleinen Prozentsatz des Kaufpreises als Obolus von Amazon. Du unterstützt dadurch unseren Blog. So können wir auch in Zukunft noch Zubehör Tests für euch machen. Natürlich wird dadurch dein Produkt nicht teurer. Solltest du dazu noch Fragen haben schau einfach in unsere Datenschutzerklärung. Vielen Dank.

Anker-blog.de

Als Google-Nachrichtenquelle speichern

Öffnet Google und fügt Anker-blog.de als bevorzugte Quelle hinzu

Bei Google als Quelle hinzufügen

6 Kommentare zu „Anker Solix MAX: Offizielle Produktvorstellung für Europa zur IFA 2026“

    • @Sebastian

      Moin Sebastian!

      Theoretisch ja, das ist möglich.

      In der Praxis muss geschaut werden, reicht die Leistung aus? Kannst Du genug Module installieren? Wie viel Leistung/PV-Erzeugung brauchst Du im Winter? Und ganz wichtig: Wie sieht es mit der Absicherung (RCD/LS/ggfs. ÜSS) aus?

      Gerade bei dem letzten Punkt mit der Absicherung würde ich mich richtig schlau machen. Da sollte am besten ein Fachmann Auskunft geben. Die Leistungssachen kann man auch hier besprechen.

      Liebe Grüße David! 🙂

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Zustimmung nötig: