Nach meinem Test der Anker SOLIX C1000 Gen2 war für mich eigentlich klar, was ich von der C2000 Gen2 erwarten kann. Denn grundsätzlich sind sich beide Powerstations sehr ähnlich. Bedienung, App und das gesamte Konzept sind nahezu identisch.
Und genau deshalb tue ich mich mit diesem Testbericht ehrlich gesagt etwas schwer. 😊
Nicht, weil die C2000 Gen2 schlecht wäre. Ganz im Gegenteil. Ich habe während meines Tests immer wieder nach Dingen gesucht, die mir negativ auffallen. Irgendwann habe ich aber gemerkt, dass ich damit anfange, krampfhaft nach Kritikpunkten zu suchen, nur damit ich überhaupt etwas zu kritisieren habe. Das möchte ich nicht.
Wenn ein Gerät bei mir einfach das macht, was es soll, dann schreibe ich das auch so.
Und genau das macht die C2000 Gen2.
Wer die C1000 Gen2 kennt, bekommt bei der C2000 Gen2 sehr schnell das Gefühl, wieder zu Hause zu sein. Man muss nichts neu studieren und sich nicht erst lange in die Bedienung einarbeiten. Wer Anker SOLIX dagegen noch nicht kennt, findet sich meiner Erfahrung nach ebenfalls sehr schnell zurecht.
Die Übersetzungen in der App und teilweise auch bei den Anleitungen sind zwar noch nicht überall perfekt. Im Vergleich zu früher ist das aber deutlich besser geworden. Auch die Anleitungen selbst werden meiner Meinung nach immer besser.
Was also ist dann der große Unterschied?
Ganz einfach: Die C2000 Gen2 kann deutlich mehr.
Mehr Kapazität, mehr Leistung und vor allem mehr Möglichkeiten im Alltag.
Inhalt
Lieferumfang und technische Daten
Wie immer gibt es auch hier vorweg die nackten Fakten.
Lieferumfang
In der Verpackung befinden sich die Anker SOLIX C2000 Gen2, ein AC-Ladekabel, ein Kfz-Ladekabel und die entsprechenden Dokumente.
Ein Kabel für den Anschluss von Solarmodulen an den XT60i-Eingang gehört dagegen nicht zum Lieferumfang und muss bei Bedarf separat besorgt werden.
Technische Daten
- Kapazität: 2.048 Wh
- Akkutyp: LiFePO4
- AC-Ladeleistung: bis zu 2.300 W
- Solarladeleistung: bis zu 800 W
- AC-Ausgangsleistung: 2.400 W
- SurgePad™: bis zu 3.000 W
- USV-Reaktionszeit: 10 ms
- USB-A: 12 W
- USB-C: 2 × 140 W
- USB-C: 1 × 15 W
- USB-A + USB-C 15 W zusammen: max. 20 W
- Kfz-Ausgang: 12 V / 10 A
- Solareingang: 11–60 V
- Ladetemperatur: 0 °C bis 40 °C
- Entladetemperatur: -20 °C bis 40 °C
- Erweiterbar mit BP2000 auf insgesamt 4.096 Wh
Bei der maximalen Ausgangsleistung stellt die C2000 Gen2 bis zu 2.400 W zur Verfügung. Der Solareingang schafft bis zu 800 W, während über den AC-Eingang mit bis zu 2.300 W geladen werden kann.
Die beiden USB-C-Anschlüsse liefern jeweils bis zu 140 W. Dazu kommen ein USB-A-Anschluss mit maximal 12 W und ein weiterer USB-C-Anschluss mit maximal 15 W.

Was steckt in der C2000 Gen2?
Die C2000 Gen2 bringt 2.048 Wh Kapazität mit. Damit steht gegenüber der C1000 Gen2 mit ihren 1.024 Wh genau die doppelte Kapazität zur Verfügung.
Auch bei der Ausgangsleistung legt Anker noch einmal zu. Die C2000 Gen2 stellt bis zu 2.400 W Dauerleistung zur Verfügung. Dazu kommen bis zu 800 W Solareingang und eine maximale AC-Ladeleistung von bis zu 2.300 W.

Und dann gibt es noch einen entscheidenden Unterschied: Die C2000 Gen2 lässt sich mit einem BP2000 erweitern. Damit kann die Kapazität auf insgesamt 4.096 Wh steigen.
Die C1000 Gen2 kann dagegen nicht erweitert werden.
Ansonsten findet man vieles wieder, was man bereits von der C1000 Gen2 kennt. Die C2000 Gen2 arbeitet ebenfalls mit LiFePO4-Akkuzellen, besitzt die bekannte App-Anbindung und unterstützt eine USV-Funktion mit einer Umschaltzeit von bis zu 10 ms.
Auch das Bedienkonzept mit Display und Tasten ist sehr ähnlich.
Und genau das finde ich gut.
Ich muss mich nicht erst wieder in ein komplett neues System einarbeiten, nur weil die Powerstation größer geworden ist.
Im Alltag zeigt sich der eigentliche Unterschied
Die technischen Daten sind eine Sache. Viel interessanter ist für mich aber immer die Frage, was davon im Alltag tatsächlich übrig bleibt.
Und hier macht die C2000 Gen2 für mich einen deutlich größeren Unterschied als die Zahlen auf dem Papier zunächst vermuten lassen.
Ich habe sie bei mir im Haushalt mit verschiedenen Geräten ausprobiert. Dazu gehörten unter anderem Küchengeräte, Waschmaschine, Trockner und Spülmaschine.
Die C2000 Gen2 lief dabei ohne Probleme.
Gerade bei Waschmaschine und Trockner ist die zusätzliche Leistungsreserve für mich ein echter Vorteil. Natürlich hängt die tatsächliche Leistungsaufnahme immer vom jeweiligen Gerät und vom aktuellen Programm ab. Bei einigermaßen neuen Haushaltsgeräten habe ich mit der C2000 Gen2 aber deutlich mehr Reserve.
Das ist genau der Punkt, an dem ich den Unterschied zur C1000 Gen2 im Alltag wirklich merke.
Die C1000 Gen2 ist mit ihren 2.000 W schon eine leistungsfähige Powerstation. Bei bestimmten größeren Haushaltsgeräten kommt sie aber irgendwann an ihre Grenzen.
Mit der C2000 Gen2 habe ich diese Einschränkung deutlich seltener.
Auch mehrere Verbraucher gleichzeitig sind kein Problem, solange die Gesamtleistung innerhalb der vorgesehenen Leistungsdaten bleibt.
Für mich ist die C2000 Gen2 deshalb nicht einfach nur eine Powerstation mit doppelt so viel Akku. Sie erweitert den Bereich, in dem ich die Powerstation tatsächlich sinnvoll einsetzen kann.
Und genau das ist für mich der große Mehrwert.
Leistung ohne großes Aufheben
Was mir während des Tests ebenfalls positiv aufgefallen ist: Die C2000 Gen2 macht ihre Arbeit ziemlich unauffällig.
Ich habe sie mit unterschiedlichen Verbrauchern und auch mit höheren Leistungen betrieben. Leistungseinbrüche konnte ich dabei nicht feststellen.
Die Lüfter sind bei meiner normalen Nutzung kaum bis gar nicht hörbar.
Wenn gerade ein Küchengerät, eine Waschmaschine oder ein Trockner läuft, geht ein Lüftergeräusch ohnehin im Geräusch des Verbrauchers unter. Aber auch bei anderen Anwendungen ist mir die C2000 Gen2 in dieser Hinsicht nicht negativ aufgefallen.
Natürlich entsteht bei einer solchen Leistung auch Abwärme. Das ist völlig normal. Die Wärmeentwicklung ist bei meinem Test aber moderat und hängt entsprechend davon ab, wie viel Leistung gerade abgegeben wird.
Auch die Schutzfunktionen arbeiten so, wie sie sollen. Bei einer Überlastung schaltet die Powerstation ab, wie es vorgesehen ist.
Für mich ist das genau die Art von Verhalten, die ich bei einer Powerstation sehen möchte. Sie soll nicht ständig meine Aufmerksamkeit verlangen, sondern einfach funktionieren.
Auch beim Laden keine Überraschungen
Beim Laden hatte ich ebenfalls keinen Grund zur Beanstandung.
Ich habe die verschiedenen Möglichkeiten ausprobiert und die C2000 Gen2 lädt so, wie ich es erwartet habe beziehungsweise wie es vom Hersteller angegeben wird.
Auch hier gibt es deshalb keinen spektakulären Kritikpunkt.
Das klingt vielleicht langweilig, ist für mich bei einem Test aber eigentlich ein gutes Ergebnis.
Die Powerstation wird geladen, sie gibt Leistung ab und sie tut das zuverlässig.
Auch im Standby überrascht die C2000 Gen2 positiv
Ein Punkt, den ich bei der C2000 Gen2 ebenfalls interessant finde, ist der sehr geringe Eigenverbrauch im Standby.
Wenn der Wechselrichter ausgeschaltet ist, kann die Powerstation bei mir sehr lange im Standby bleiben.
Der Akku wird also nicht innerhalb kurzer Zeit leergezogen, nur weil die Powerstation eingeschaltet herumsteht.
Auch hier kann ich meine praktische Erfahrung nur so zusammenfassen: Der Eigenverbrauch ist so gering, wie ich es anhand der Herstellerangaben erwartet habe.
Die App und Bedienung kenne ich schon
Bei der Bedienung gibt es für mich nicht besonders viel Neues zu erzählen.


Wer bereits eine C1000 Gen2 kennt, findet sich bei der C2000 Gen2 sofort zurecht. Die grundsätzliche Bedienung und auch die Anker-App sind sehr ähnlich.
Das ist für mich allerdings kein Nachteil.
Im Gegenteil.
Ich möchte bei einer größeren Version nicht jedes Mal ein komplett neues Bedienkonzept lernen müssen. Die Informationen, Einstellungen und Funktionen sind dort, wo ich sie erwarte.
Wer Anker SOLIX noch nicht kennt, sollte sich meiner Meinung nach ebenfalls schnell zurechtfinden.



Die Übersetzungen sind zwar noch nicht überall ganz sauber. Manche Formulierungen wirken weiterhin etwas holprig. Im Vergleich zu früher hat sich hier aber einiges getan.
Auch bei den Anleitungen sehe ich eine positive Entwicklung. Sie werden verständlicher und ausführlicher.
Die C2000 Gen2 ist also kein Gerät, bei dem man erst einmal stundenlang die Bedienungsanleitung studieren muss.
C2000 Gen2 oder C1000 Gen2?
Für mich ist die Antwort inzwischen ziemlich eindeutig.
Wenn ich nur eine der beiden Powerstations auswählen müsste, würde ich die C2000 Gen2 nehmen.
Nicht, weil die C1000 Gen2 schlecht wäre. Ich finde die C1000 Gen2 nach wie vor interessant. Sie hat für mich aber eine andere Aufgabe.
Die C2000 Gen2 würde ich als meine größere und leistungsfähigere Haupt-Powerstation einsetzen. Wenn ich noch mehr Kapazität brauche, kann ich sie mit einem BP2000 erweitern.
Die C1000 Gen2 würde ich dagegen als Ergänzung behalten.
Gerade unterwegs spielt die kleinere Powerstation ihre Vorteile aus. Sie ist deutlich leichter und damit wesentlich angenehmer zu transportieren.
Für ein mobiles Office finde ich die C1000 Gen2 beispielsweise sehr interessant. Laptop, Smartphone und andere kleinere Verbraucher lassen sich damit problemlos versorgen. Dafür muss ich keine fast 19 kg schwere C2000 Gen2 mitnehmen.
Natürlich kann ich auch die C2000 Gen2 mobil einsetzen. Wenn es darauf ankommt, würde ich sie ebenfalls mitnehmen. Sie ist aber durch ihre Größe und ihr höheres Gewicht deutlich weniger komfortabel zu transportieren.
Für mich ergibt sich deshalb ein ziemlich klares Bild:
Die C2000 Gen2 für Leistung und Kapazität.
Die C1000 Gen2 für Mobilität und kleinere Verbraucher.
Der BP2000 – eine gute Idee, aber aktuell zu teuer
Die Möglichkeit, die C2000 Gen2 auf insgesamt 4.096 Wh zu erweitern, finde ich grundsätzlich sehr interessant.
Allerdings gibt es dabei für mich einen Punkt, den ich nicht unerwähnt lassen möchte: Der BP2000 ist aktuell zu teuer.
Wenn ich den Preis auf die zusätzliche Kapazität umrechne, ist mir der aktuelle Preis einfach zu hoch.
Das ist für mich kein Kritikpunkt an der C2000 Gen2 selbst. Die Erweiterungsmöglichkeit finde ich sogar sehr sinnvoll. Beim aktuellen Preis des Erweiterungsakkus würde ich mir die Anschaffung allerdings zweimal überlegen.
Vielleicht verändert sich das durch entsprechende Angebote oder Aktionen noch. Zum Zeitpunkt meines Tests ist der Preis für mich aber der Punkt, an dem ich bei einer Erweiterung genauer hinschauen würde.
Ein Wunsch bleibt
Einen Punkt hatte ich bereits bei der C1000 Gen2 angesprochen und auch bei der C2000 Gen2 ist er wieder vorhanden.
Die Anschlüsse haben keine Abdeckungen.
Ich würde mir hier einen besseren Schutz vor Staub und Nässe wünschen. Gerade bei einer Powerstation, die nicht nur im Wohnzimmer steht, sondern auch einmal unterwegs oder draußen eingesetzt wird, wären Abdeckungen für mich sinnvoll.
Das ist für mich kein Grund, die C2000 Gen2 nicht zu kaufen. Es ist aber ein Punkt, bei dem ich mir gewünscht hätte, dass Anker ihn bei der neuen Generation verbessert.
Preise & Verfügbarkeit
Die C2000 Gen 2 findet Ihr bei Anker SOLIX* und Amazon*. UVP waren es mal 1499€. Da müssen wir gar nicht lange um den heißen Brei reden: einfach zu teuer.
Aktuell ist die C2000 Gen 2 bei Amazon im Angebot für 1099,99€. Außerdem gibt es auch noch andere Rabatte auf diverse Sets mit tragbaren PV-Modulen oder dem BP2000.
Mein Fazit
Anker SOLIX C2000 Gen 2
- Bewertung - 9/109/10
Bei der C2000 Gen2 fällt mir das Fazit tatsächlich relativ leicht – auch wenn mir das Schreiben des Testberichts anfangs schwergefallen ist. Ich habe während meines Tests nach Schwachstellen gesucht. Nicht, weil ich unbedingt etwas finden wollte, sondern weil das für einen Testbericht dazugehört. Bei der C2000 Gen2 bin ich dabei aber irgendwann an den Punkt gekommen, an dem ich gemerkt habe, dass ich anfangen würde, nach Kritikpunkten zu suchen, nur damit es welche gibt. Und das möchte ich nicht. Die C2000 Gen2 hat bei mir einfach funktioniert. Sie hat geladen, wie sie soll. Updates liefen sauber durch. Im Haushalt konnte ich sie mit unterschiedlichen Verbrauchern einsetzen, ohne dass es zu Problemen kam. Auch höhere Leistungen und mehrere Verbraucher gleichzeitig waren kein Problem, solange die Leistungsgrenzen eingehalten wurden. Die Lüfter waren bei meiner Nutzung kaum bis nicht hörbar. Die Abwärme blieb moderat und der Eigenverbrauch im Standby ist erfreulich gering. Für mich ist aber vor allem die zusätzliche Leistung der große Unterschied zur C1000 Gen2. Mit der C2000 Gen2 kann ich im Haushalt deutlich mehr Geräte versorgen. Waschmaschine, Trockner, Spülmaschine oder Küchengeräte sind für mich genau der Bereich, in dem sich die zusätzlichen Leistungsreserven bemerkbar machen. Dazu kommen die doppelte Kapazität und die Möglichkeit, mit einem BP2000 auf insgesamt 4 kWh zu erweitern. Wenn ich mich heute zwischen C1000 Gen2 und C2000 Gen2 entscheiden müsste, würde ich deshalb die C2000 Gen2 nehmen. Die C1000 Gen2 würde ich trotzdem nicht abgeben. Für mich hat sie einfach einen anderen Platz. Wenn ich unterwegs bin und beispielsweise mein mobiles Office mit Laptop und Smartphone versorgen möchte, ist die kleinere und leichtere Powerstation die angenehmere Lösung. Die C2000 Gen2 ist für mich deshalb die bessere Haupt-Powerstation. Die C1000 Gen2 bleibt die mobile Ergänzung. Und vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis aus meinem Test: Die C2000 Gen2 erfindet das Konzept der C1000 Gen2 nicht neu. Sie nimmt das, was bereits funktioniert, und macht es größer, leistungsfähiger und flexibler. Für mich ist das genau der richtige Weg.
Community
Habt Ihr noch Fragen zu der Anker SOLIX C2000 Gen2?
Besitzt Ihr die Powerstation vielleicht selbst und möchtet Eure Erfahrungen teilen? Oder habt Ihr Fragen zu anderen Produkten von Anker SOLIX?
Dann besucht uns gerne in unserem Forum! Dort findet Ihr Hilfe, Rat und immer ein offenes Ohr.
Außerdem gibt es dort Unterstützung und Austausch rund um die Produkte von Anker SOLIX, soundcore, eufy und Nebula.
Wir freuen uns auf jeden neuen Beitrag und heißen Euch herzlich willkommen! 🙌
*Durch den Klick auf den Amazon Link bekommen wir einen kleinen Prozentsatz des Kaufpreises als Obolus von Amazon. Du unterstützt dadurch unseren Blog. So können wir auch in Zukunft noch Zubehör Tests für euch machen. Natürlich wird dadurch dein Produkt nicht teurer. Solltest du dazu noch Fragen haben schau einfach in unsere Datenschutzerklärung. Vielen Dank.
Als Google-Nachrichtenquelle speichern
Öffnet Google und fügt Anker-blog.de als bevorzugte Quelle hinzu
Bei Google als Quelle hinzufügen